Katholische Kirchengemeinde

Zur Heiligsten Dreifaltigkeit Esslingen - Zell


Katholische Kirche Zur Heiligsten Dreifaltigkeit Esslingen-Zell

Sie sind herzlichst eingeladen, sich auf den folgenden Seiten über unsere Kirchgemeinde zu informieren.

 

Gerne können Sie uns kontaktieren oder schauen Sie doch einfach vorbei.

 

Wir freuen uns!


Festschrift „Zur Heiligsten Dreifaltigkeit“

Nun ist es soweit: Unsere Festschrift anlässlich des 50. Jubiläums der Kirchweih ist fertiggestellt. Sie kann an unserem Patrozinium, Sonntag, 11. Juni nach dem Gottesdienst zusammen mit unserer Jubiläumstasche erworben werden. Bekannte Personen, die in den letzten fünf Jahrzehnten hier wirkten oder noch tätig sind, haben ihre Eindrücke niedergeschrieben. Herzlichen Dank dafür! Ein besonderes „Vergelt`s Gott!“ Herrn Rafael Sendek. Er hat das Heft redigiert und betreut.


Der Christbaum als Baum des Lebens

 

Als Zeichen der Hoffnung schmückten schon die Römer in der kalten Jahreszeit ihre Häuser mit Lorbeerzweigen. Das Wintergrün als Schmuck hat also eine lange Tradition. Erste geschmückte Weihnachtsbäume sind zu Beginn des 16. Jahrhunderts bezeugt. Doch schon im Mittelalter hatte der Christbaum seinen Platz in mittelalterlichen Mysterienspielen. Dort war er Zeichen für den Baum des Lebens inmitten des Paradieses. Erst im 19. Jahrhundert fand der Weihnachtsbaum, zunächst in protestantischen Gegenden, Eingang in unsere Häuser. Doch wie verknüpfte sich der zuvor heidnische Wintergrünschmuck mit dem christlichen Glauben? Wie wurde der Christbaum zum Inbegriff des Weihnachtsfestes? Der ehemalige Bischof des Bistums Limburg, Franz Kamphaus, erzählt dazu eine Geschichte, die er von einem Freund erfuhr und sie wie folgt deutet:

 

Kinder sollten zu Weihnachten eine Art mittelalterliches Paradiesspiel aufführen. Sie stellten dafür einen Tannenbaum in die Mitte der Bühne und begannen ihn zu den einzelnen Szenen mit bestimmten Gegenständen zu schmücken.

1. Akt: Der Sündenfall.

„Dazu hängten die Kinder verführerisch rot- glänzende Äpfel an die Zweige. Die Geschichte um Adam und Eva nahm ihren Lauf.“

 

Daran zeige sich, so Franz Kamphaus, mit welchem Selbstbewusstsein wir Menschen meinen, ohne Gott unser Leben in die eigenen Hände nehmen zu können. Je nach Standpunkt zu Glauben  und Christentum lassen sich die schrecklichen Geschehnisse unserer Tage als Folgen dieser einstigen Selbstüberschätzung, „Sein zu wollen wie Gott“, deuten. Es ist eine Schuldgeschichte, in die wir seitdem verstrickt sind und an der wir täglich weiter mitwirken. Aus eigenen Kräften können wir uns daraus nicht befreien.

 

2. Akt: Die Erlösung durch Jesus Christus.

„Das Licht des Lebens scheint auf und deshalb steckten die Kinder Kerzen an den Baum und entzündeten sie. Der Baum erstrahlte in hellem Licht.“

 

Die Lichter sprechen von der Erlösung durch Christus. Er ist das Licht, das in der Finsternis leuchtet. Im Licht seines Lebens erhält die Welt einen neuen Glanz. Der Teufelskreis von Egoismus und Gier wird durchbrochen. Jesus geht zu den Armen, richtet die Gefallenen wieder auf und predigt den Hoffnungslosen. Und selbst als es so scheint, als sei er von Gott am Kreuzesstamm verlassen, holt ihn dieser aus dem Reich des Todes wieder ans Licht des Ostermorgens. So wirft der leuchtende Weihnachtsbaum sein Licht zugleich auf das Kreuz und auf Ostern hin, schreibt der ehemalige Limburger Bischof.

 

3. Akt: Das Heil kommt zu uns.

„Verblüffend und doch logisch verzierten die Kinder nun den Baum mit kleinen Oblaten, ungeweihten Hostien. Brot für alle vom Baum des Lebens. Und so ist der Christbaum zum Zeichen unseres Glaubens geworden: Gott ist uns nahe, er ist mitten unter uns und hält uns in seiner Hand auf ewig.“

 

Auch heute noch will Christus bei uns sein. Er will uns stärken und nähren. Dabei weisen die vielen hauchdünnen Gebäckteile auf die vielen Arten des Teilens hin: Zeit, Aufmerksamkeit, Zivilcourage, Geld, Kleidung, Freude, ....

 

So scheint in dieser Weihnachtsbaumdekoration der ganze Ruf von Weihnachten  widerzuhallen: Seht her. Ich bin Mensch für euch geworden. Nicht um euch dreinzureden, sondern um an euren Sorgen und Nöten teilzunehmen. Ich will in euch eure besten Kräfte wecken. Ihr sollt nicht in das Muster zu Zeiten Adams und Evas zurückfallen und meinen, ihr müsst das Paradies selbst bauen. Nein, ich möchte euch zur Einsicht führen, dass sich demjenigen die Türen des Paradieses von alleine öffnen, der sein Leben teilt, verschenkt und sich beschenken lässt.

 

 

(Text bearbeitet nach: Franz Kamphaus - "Verheißungen". Stuttgart, 2014)


Das Christbaumschmücken – Hanns Dieter Hüsch (1925-2005)

 

Dass mir keiner ins Schlafzimmer kommt! Alle Jahre wieder ertönt dieser obligatorische Imperativ aus dem Munde meiner Frieda, wenn es darum geht, am Heiligen Abend Pakete und Päckchen in geschmackvolles Weihnachtspapier zu schlagen, wenn es darum geht, den Rest der Familie in Schach zu halten, damit auch ja keiner einen voreiligen Blick auf die Geschenke werfen kann.

Ich dagegen habe es etwas einfacher: Ich schmücke den Baum! Punkt 17.00 Uhr begebe ich mich auf die Veranda und hole den schönen Baum herein. Es ist wirklich ein schöner Baum, sagt die Frieda. Doch, sage ich, der Baum ist schön. Dann kommt die kleinere Frieda auch noch und sagt, dass der Baum schön ist. Und nachdem wir alle noch ein paar Mal um den schönen Baum herumgegangen sind, sagt die Frieda: Mein Gott! Es ist ja schon halb sechs! Und damit beginnt offiziell in allen Familien, die sich bei diesem Fest noch bürgerlicher Geheimnistuerei bedienen, der nervöse Teil der Bescherung,

Deshalb stecke ich mir vorbeugend ­ einmal im Jahr - zunächst mal eine Zigarre an und überlege in aller Ruhe, welche formalen Prinzipien ich dieses Mal zur Ausschmückung des schönen Baumes anwende. Habe ich dann den Baum nach einigen Schnitzereien mit einem Sägemesser glücklich in den Christbaumständer gezwängt weiß ich auch schon, wie ich's mache, Dieses Mal werde ich endlich dem Prinzip huldigen: Je schlichter, desto vornehmer! Zwei, drei Kugeln, vier bis fünf Kerzen, hie und da einen Silberfaden. Aus!

 

(Entnommen aus: Hrsg.: J. Arlt - „Kölner Weihnachtsbuch“, 1989)


Gottesdienst mit „Bischof Nikolaus“

 

Beim Familiengottesdienst am 2. Advent, Sonntag, 10.12.2017, kam Bischof Nikolaus und beschenkte die Kinder. Der heilige Nikolaus gilt als Schutzpatron der Kinder, denn die Legende besagt, er habe arme Kinder vor dem Verhungern bewahrt. Herzlichen Dank an alle, die diesen Gottesdienst vorbereiteten.


Post – direkt aus dem Vatikan! – Ministrantenwallfahrt Rom 2018

 

Haben Sie schon einmal Post direkt aus dem Vatikan bekommen? Quasi aus dem Wohnzimmer von Papst Franziskus?

Beim letzten gemeinsamen Esslinger Sonntag haben die Ministranten eine besondere Postkartenaktion gestartet: Sie möchten IHNEN nächstes Jahr direkt aus Rom schöne Grüße schicken! Denn 2018 sind die Ministranten der ganzen Welt – und so auch die von Esslingen - zur Wallfahrt in Rom!  So eine Fahrt ist aber auch immer mit Kosten verbunden. Daher bitten die Minis SIE mit dieser Postkartenaktion auch um IHRE Mithilfe. Und so funktioniert’s: Sie spenden mindestens 2 Euro und die Ministranten schicken Ihnen dann im Sommer 2018 aus dem Vatikan eine Wallfahrts-Postkarte zu. Kann man zu so einer win-win-Möglichkeit „Nein“ sagen? Die Minis werden in den nächsten Wochen dafür kräftig Werbung machen – lassen Sie sich überraschen und sich Postkarten schicken!


Advent - in vier verschiedenen Bildern

Auf einer Ankunftsübersicht der Deutschen Bahn sind ein Lexikonartikel zum Stichwort "Advent" und eine russische Christus-Immanuel-Ikone angeordnet. Die Übersicht der Zug-Ankunftszeiten lässt an das geschäftige Treiben in einem großen Bahnhof denken, wo täglich Tausende von Menschen ankommen und abgeholt werden. Wer kennt nicht die Vorbereitungen zu Hause, um alles schön zu machen für einen erwarteten Gast?

                       Robert Weber: Ankunft (2005)

 

Impulsfragen:

Wie bereite ich mich auf die Ankunft Christi vor? Wie kann ich mich im Advent dem Ankommenden öffnen? Was löst er aus?

In der Mitte des nächsten Bildes führt eine Zick-Zack-Linie von unten nach oben. Sie erinnert an einen Pfad beim Bergwandern, an einen Weg, der vom Tal hinauf und wieder hinunter führt. Unten auf dem Bild sehen wir viele kleine Striche. Mehrmals ist das Wort Mensch sichtbar. Sind sie Hinweis, dass sich die meisten Menschen auf der Horizontalen am leichtesten bewegen? Zeigen die verdichteten Striche in der Mitte Menschen, die sich aus ihrem Alltagstrott aufmachen und den Weg nach oben suchen? Oben auf dem "Berg" scheint zwischen Nebelschwaden die Sonne aufzugehen. Wer nach oben kommt, wird belohnt.

Sr. Giela Delgonda: Auf gewundenen Pfaden (2001)

 

Impulsfragen:

Auf welchen Pfaden suche ich Gott? Wo verlasse ich eingefahrene Pfade? An welchem Punkt der Wegstrecke befinde ich mich?

 

Im Pfarreizentrum der Katholischen Kirchgemeinde in Will/ Schweiz finden sich an öffentlich zugänglichen Stellen wie Fluren und Treppenhaus 100 Wörter wie Gefühle, Amore, Krieg, Wow, Zweifel in die Ziegelsteinwände gemeißelt. Die Worte sind schlicht und zurückhaltend gestaltet, laden zum Entdecken ein, zur Sinnsuche. Der Ausschnitt mit dem Wort "Halt" lässt an Halt, Stopp, Anhalten, Innehalten, Aushalten usw. denken. Gleichzeitig stellt sich die Frage nach dem Halt und Haltgebenden im Leben.

                                   Hans Thomann: 100 Worte zum Glauben (2009)

 

Impulsfragen:

 

Wer ruft "Halt" in diesen Adventstagen? Wozu werde ich gerufen? Welche neue Richtung kann ich einschlagen? Was gibt mir wirklich Halt?

 


Die Radierung präsentiert das letzte Wort der Bibel: "Er, der dies bezeugt spricht: Ja, ich komme bald - Amen. Komm, Herr Jesus!" (Offb 22,20). Auf dem unteren Bildrand ist ein etwas größerer, schwarzer Fleck zu sehen, vielleicht so etwas wie eine hockende, kauernde Gestalt, die nach oben blickt. So klein ist der Mensch, so groß ist die Verheißung. Aber auch so weit weg. Allerdings: Sie kommt mir entgegen. Wie wäre es, wenn ich ihr auch ein wenig entgegenkäme? Ich könnte ja aufstehen, die Startposition verlassen, mich ausstrecken. Zwischen der Verheißung und dem Menschen ist "Leere“, positiv gesprochen, "Platz".           Thomas Zacharias: Ich komme bald

 

Impulsfragen:

Wie kann ich diesen Raum jeden Tag neu und anders füllen? Mit Bildern und Worten, mit Beten und Handeln, mit Reden und Schweigen? In beharrlicher Geduld?


St. Martin

 

Viele Kinder hatten sich mit ihren Geschwistern und Eltern am Martinstag, Samstag, 11. November, auf den Weg in unsere Dreifaltigkeitskirche gemacht. Denn wie schon seit Jahren sollte dort der Reitersmann St. Martin hoch zu Ross seinen Mantel mit einem Bettler teilen. Doch machte das nasskalte Wetter diesem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung. Als Alternative wurde den Kindern das Leben und Wirken des Schutzpatrons der Soldaten, Gürtelmacher und Schneider als Schattenspiel dargeboten. Unterbrochen wurde die Darbietung mit Liedern und einem Umzug in der Kirche. Trotz der verständlichen Enttäuschung zu Beginn bei einigen Kindern war dann die warme und trockene Kirche mit der so erzählten Martinslegende für alle das Beste. Besonderen Dank an Sabina Sendek, David und Martina Neuwald für das gelungene Schattenspiel, Andreas Kirsner für die gesamte Organisation dieser Veranstaltung und Moritz Rosenbeck und David Wieland, die mit ihren Trompeten die Lieder musikalisch umrahmten.

Uwe Schindera, SvO    


„Du hast uns dein Wort gegeben“ - Konzert des Kirchenchores

 

Unter diesem Titel begeisterte unser Ökumenischer Kirchenchor mit einem Konzert in der Evangelischen Kirche am Sonntag, 12. November. Anlässlich des 90jährigen Bestehens der „evangelischen“ Hälfte des Chores wurden Texte Martin Luthers, Lieder und Chorsätze dargeboten, die alle in einem inhaltlichen Zusammenhang zu Schriftzeugnissen Luthers stehen. Unter der Leitung von Isolde Holzmann konnte sich kaum jemand der Faszination des Gebotenen entziehen. Das bestätigten viele im Anschluss an das Konzert beim Empfang, darunter auch der evangelische Bezirkskantor Uwe Schüssler. Im Übrigen: Die „katholische“ Hälfte des Chores feiert ihr 50jähriges Jubiläum am Samstag, 06. Januar, nachmittags im Gemeindezentrum Heiligste Dreifaltigkeit.



Weißwurst-Frühstück der Senioren

Auch dieses Jahr waren die über 75-jährigen Senioren unserer Kirchengemeinde zu einem gemeinsamen Weißwurst-Frühstück eingeladen. Der Saal füllte sich und die Senioren konnten an liebevoll gedeckten Tischen Platz nehmen. Nach der offiziellen Begrüßung durch Günther Wetzel in seiner Funktion als zweiter Vorsitzender des Kirchengemeinderates und einem Impuls, vorgetragen von Margareta Herrmann, sowie dem gemeinsamen Singen des „Danke-Liedes“ wurden die Gäste von den Mitarbeiterinnen des Besuchsdienstes bewirtet. Den musikalischen Teil der Veranstaltung übernahm Isolde Holzmann, d.h. sie sorgte während des Essens für sanfte Klavierklänge im Hintergrund und begleitete auch die gemeinsam gesungenen Volkslieder. Weitere Programmpunkte waren die seit einigen Jahren durchgeführte Tombola und verschiedene Geschichten und Gedichte, vorgetragen von Germa Mangold und Margareta Herrmann. Außerdem gab es dieses Jahr ein Rätselspiel, bei dem die Teilnehmer Gegenstände in Stoffbeuteln erfühlen und erraten mussten. Das bot zugleich die Möglichkeit, zwischendurch mal aufzustehen. Und natürlich gab es auch Gelegenheiten, miteinander ein Schwätzchen zu halten. Der Vormittag verflog im Nu und endete bei Kaffee und Zopf und einem gemeinsamen Schlusslied. Ein herzlicher Dank geht an Isolde Holzmann für die musikalische Begleitung und an die Mitarbeiterinnen des Besuchsdienstes, die diese Veranstaltung durchgeführt haben. Und vor allem an Margareta Herrmann für die Moderation und Hauptorganisation. Es war eine gelungene Veranstaltung.

 

 

Konstanze Fretwurst


Klausur des Kirchengemeinderats

 

Am Sonntag, 22. Oktober, traf sich unser Kirchengemeinderat im Salemer Pfleghof zu seiner traditionellen Klausur. Sie hatte dieses Mal das Thema. „Christen begegnen Muslimen“.  Die Klausur wurde von Adalbert Kuhn moderiert, dem ehemaligen Leiter des vormaligen Katholischen Bildungswerks Esslingen, nun Katholische Erwachsenenbildung im Landkreis Esslingen (keb). Nachdem einige grundsätzliche Themenbereiche zum Islam angesprochen waren, wurden verschiedene Ebenen des Miteinanders diskutiert: Der Alltag, in dem wir uns an verschiedenen Stellen begegnen; an bestimmten Orten und Bereichen, an denen wir als Kolleg/innen zusammenarbeiten; im Austausch von religiösen und theologischen Meinungen bei Vorträgen und Diskussionen und zum Schluss in Form von interreligiösen Gebetsformen. Abgerundet wurde der Einblick in den Islam mit einer Führung und einer offenen Diskussion in der neuen Yunus-Emre-Moschee des türkischen Kulturvereins Esslingen.

Bei dieser Klausur nahm sich der Kirchengemeinderat aber auch noch Zeit eine kurze Bilanz der derzeitigen Amtszeit zu ziehen. 

Dabei stellte sich u.a. heraus, dass die geplanten Schritte wohl bald greifen, die verhindern sollen, dass die geplante Pfarrhausaufstockung nicht zum dominanten Thema der verbleibenden Amtszeit werden wird. Auch strukturelle Themen wurden kurz gestreift, die in einer der kommenden Kirchengemeinderatssitzungen näher erörtert werden. Die letzte Sitzung des Kirchengemeinderats in diesem Jahr findet am Montag, 27. November statt.                                    

 

Uwe Schindera, Svo    


Rom 2018 "Suche Frieden und jage ihm nach" (Ps 34,15b)


Am 29. Oktober fand in Esslingen im Münster St. Paul eine Eucharistiefeier unter der Mitgestaltung aller Esslinger Ministranten statt. In der Vorbereitung setzten wir uns intensiv mit dem Motto der Romwallfahrt 2018 auseinander, insbesondere was Frieden für uns bedeutet. Hier ein paar Gedanken unsererseits: Zunächst waren wir dem Motto gegenüber ein wenig skeptisch - Frieden, suchen, jagen, passt das überhaupt zusammen? Aggressiv Frieden zu fordern, kann das gutgehen? Wir unterschieden auch zwischen einem äußeren sowie einem inneren Frieden. Der äußere Frieden scheint für uns selbstverständlich, aber haben wir auch unseren inneren Frieden, den Frieden mit uns selbst gefunden? Wir hielten fest, dass nur wer den Frieden in sich gefunden hat, auch zum äußeren Frieden beitragen kann. Manchmal kann Ruhe auch Frieden sein, wenn man sich beim Spielen eines Instrumentes in der Musik verliert, sich in der Gemeinde engagiert und sich in der Zeit verliert, zeitlos wird und einen Hauch von Ewigkeit spürt, darin darf man Gott, wenn auch oft nicht bewusst, erfahren. Nach längerer Auseinandersetzung zeigte sich, dass dieser uralte Psalm doch Wahrheit enthält und gar nicht so weit von uns weg ist – und dass man etwas für den Frieden tun darf.

Lara und Lucas R. Pacholet


Das Leben von Geflüchteten in der Katzenäcker- Unterkunft

Seit über einem Jahr leben in den neugebauten Holzhäusern in den Katzenäckern knapp 100 Flüchtlinge. Über 50 Aktive arbeiten regelmäßig in einem Team des Freundeskreises Flüchtlinge mit. Darüber hinaus gibt es einige, die auf Anfrage gerne mithelfen. Darüber staune ich immer wieder, denn in vielen anderen Bereichen ist es gerade sehr schwer, Ehrenamtliche zu finden. Für die Flüchtlinge ist diese Einsatzbereitschaft eine große Hilfe und für mich als Ehrenamtliche ist sie ermutigend. Ich merke, dass ich in so einer Umgebung, in der die Menschen aufgeschlossen für einander da sind, sehr gerne lebe.

Was hat sich geändert im Verlauf des Jahres? Zu Anfang haben wir ein breites Angebot an ehrenamtlichen Sprachkursen aufgestellt. Inzwischen haben aber die meisten der jüngeren Asylbewerber Schulplätze bekommen, manche andere bekamen die Möglichkeit, professionelle Kurse z.B. an der Volkshochschule zu besuchen. So wird inzwischen von Ehrenamtlichen oft Nachhilfeunterricht gegeben. Außerdem wenden sich viele Flüchtlinge mit ihren Alltagsanliegen (z.B. wenn ein Behördenbrief kommt) an sie, so dass inzwischen auch viel Beratung und Begleitung stattfindet.

Das Aufgabenfeld der Alltagsbegleitung hat sich stark weiterentwickelt. Wenn es am Anfang vor allem darum ging, den Asylsuchenden Orientierung in einer fremden Umgebung zu geben, stehen inzwischen Fragen des Asylverfahrens sowie berufliche und soziale Integration im Mittelpunkt. Ein wichtiger Schritt im Asylverfahren ist die Anhörung, wenn die Flüchtlinge ihre persönlichen Fluchtgründe vor den Entscheidern des Bundesamtes schildern sollen. Vor diesem Termin sind die Asylsuchenden sehr aufgeregt, denn ihre Zukunft in Deutschland hängt davon ab. Wann immer es geht, begleiten Ehrenamtliche die Flüchtlinge zu diesem Termin. Denn mit dabei zu sein ist schon viel wert. Wird der Asylantrag positiv beschieden, kommen neue Herausforderungen. Denn nun gilt es, eine Wohnung oder ein Zimmer zu finden und eine Arbeits- oder Ausbildungsstelle. Die Bereiche Arbeit und Wohnung sind harte Brocken für die Flüchtlinge und uns Ehrenamtliche. Längst nicht alle Asylanträge werden anerkannt. Bei uns in der Unterkunft haben z.B. afghanische Flüchtlinge eine Ablehnung erhalten und leben nun in der Angst, abgeschoben zu werden. Die meisten haben mit Hilfe eines Rechtsanwalts Klage gegen die Entscheidung erhoben. Die Hilfe eines Rechtsanwalts in Anspruch zu nehmen ist ihr gutes Recht, doch aus finanziellen Gründen ist es für die Flüchtlinge oft fast nicht machbar. Darum arbeitet der Freundeskreis gerade an einer Konzeption für einen Rechtshilfefonds. Für diese Aufgabe (wie auch weitere Themen) haben wir inzwischen professionelle Verstärkung erhalten. Unsere St. Albertus-Gemeinde finanziert eine 20%-Stelle zur Unterstützung ehrenamtlicher Flüchtlingsarbeit.

Es gibt auch Aufgabenfelder im Freundeskreis, die gleichgeblieben sind. Beliebter Treffpunkt und Herzstück aller Angebote war und ist das Begegnungscafe in der Unterkunft jeden Mittwoch von 17.00 - 19.00 Uhr. Die Flüchtlinge genießen es bei leckerem Gebäck und Getränken sich mit anderen zu treffen. Wer ein Anliegen hat, findet hier sicher den geeigneten ehrenamtlichen Ansprechpartner. Auch die Ehrenamtlichen selbst, die ja in vielen verschiedenen Teams arbeiten und sich oft untereinander gar nicht sehen, nutzen das Café  als Treffpunkt um sich auszutauschen. Auch wer keine Zeit hat, irgendwo mitzuarbeiten, kann einfach aus Interesse mal vorbeischauen. Die Flüchtlinge freuen sich, ihre Deutschkenntnisse zu zeigen und lassen sich gerne in Gespräche verwickeln. Übrigens: bis jetzt musste das Café keinen Cent Kostenerstattung einreichen. Jede Woche aufs Neue finden sich engagierte Menschen, die Selbstgebackenes mitbringen oder mit Geldspenden den Getränkevorrat sichern. Das ist klasse! Herzlichen Dank.

In der Sportgruppe wird weiterhin fleißig gekickt. Auch die Teams der Kleiderkammer und der Fahrradwerkstatt sind nach wie vor aktiv. Zwar haben diejenigen, die schon länger da sind, inzwischen eine Grundausstattung, aber Fahrräder müssen repariert und Kleidung erneuert werden. Auch kommen immer wieder neue Flüchtlinge dazu. So geht diesen Teams die Arbeit nicht aus und sie freuen sich weiterhin über Sachspenden

oder Mitarbeit. Ganz herzlichen Dank für all die Unterstützung, die wir bislang erlebt haben!

Nähere Informationen unter: www.freundeskreis-fluechtlinge-oberesslingen.de. Oder Sie rufen mich an: (0711/316 94 62)                                    Stefanie Eichler


Kochteam Hlgst. Dreifaltigkeit:

Im kommenden Jahr wird ein Kochteam aus unserer Dreifaltigkeitsgemeinde für den „Mittagstisch“ in Mettingen verantwortlich sein. Wir freuen uns über jeden, der Zeit und Lust hat mitzumachen. Melden Sie sich doch bitte im Pfarramt „Zur Heiligsten Dreifaltigkeit“.


Segnungs-Gottesdienst am 8. Oktober 2017

 

Kra, kra, hallo liebe Kinder und Eltern!

 

So viele von Euch waren beim letzten Segnungsgottesdienst am 8. Oktober da. Manche Gesichter habe ich schon erkannt, und andere zum ersten Mal gesehen. Auf jeden Fall waren unsere Schutzengel dabei!

         Schließlich haben wir bei diesem Gottesdienst an sie gedacht. Es wurde sogar über Schutzengel gerapt und dazu getanzt! Und es wurde eine schöne Engelgeschichte erzählt.

         Kra, kra, das nächste Mal sehen wir uns im Dezember beim Nikolaus-Gottesdienst. Aber nicht vergessen: Am Sonntag, 12. November, ist bei uns das St. Martinsfest mit einem Laternenumzug. Kommt einfach vorbei und bringt Eure Freunde mit! Ihr seid alle herzlich eingeladen!

 

Kra, kra, Euer Rabe Krax.


Der Caritas-Sonntag stellt die vielfältigen Anliegen der Caritas in unseren Pfarrgemeinden und der Diözese in den Mittelpunkt. Um für Menschen, die unsere Unterstützung benötigen, Perspektiven zu schaffen, hat die Caritas ihre diesjährige Jahreskampagne unter das Motto „Zusammen sind wir Heimat“ gestellt.

Heimat gibt es nicht einfach, sie muss gestaltet werden, denn Heimat lebt von der Gemeinsamkeit mit anderen. Dies erleben besonders die Menschen, die ihr Zuhause in den vergangenen Jahren verloren haben, die geflohen sind und nun einen neuen Anfang fern ihrer alten Heimat wagen müssen.

Wer sich auf den Weg macht, wer sein Land, seinen Sprachraum und seine Kultur hinter sich lässt, wird ein Fremder. Fremdsein ist eine erschütternde Erfahrung, besonders bei aufgezwungenen Reisen. Auch heute leiden viele Menschen an Heimatverlust. Weltweit sind derzeit laut UN-Flüchtlingswerk mehr als 65 Millionen Menschen auf der Flucht. Warum brechen Menschen auf und lassen ihre Heimat hinter sich? Rational gesehen liegen die Gründe auf der Hand: Krieg, Hunger, Armut und Klimawandel.

Viele Flüchtlinge haben in den vergangenen Jahren Zuflucht in Deutschland gefunden.

Die Kampagne richtet den Blick darauf, wie Einheimische und Zugewanderte sich begegnen, sich kennenlernen und wie sie gemeinsam aktiv werden können, damit ein Gefühl der Zugehörigkeit entsteht. An vielen Orten in Deutschland geschieht das heute schon täglich in den unterschiedlichsten Projekten in der Flüchtlingsarbeit. Ob bei Ausbildungsprojekten für junge Flüchtlinge, beim Fahrradkurs oder beim Deutschkurs usw. Ziel der Kampagne ist es, das Engagement der Menschen weiter zu fördern, so dass Heimat geteilt wird und neue Heimat entstehen kann.

Die Flüchtlinge haben ihre Sprache, ihre Kultur und ihre Erfahrungen mitgebracht. In unserem Land möchten sie ein neues Leben beginnen und suchen bei uns eine neue Heimat. Auch in einer offenen Gesellschaft muss das Zusammenleben in Vielfalt eingeübt werden. Es verlangt von der einheimischen Bevölkerung und den Zugewanderten viel: beide Seiten müssen sich öffnen, einander kennenlernen und sich mit Respekt und Wertschätzung begegnen. Dieses Miteinander gut zu gestalten und Integration zu ermöglichen ist eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe in den kommenden Jahren. Wie das gelingen kann, ist Thema der Caritas-Kampagne 2017. Es geht um Menschen in ihrer Vielfalt, die zusammen- arbeiten und lachen, gemeinsam Sport treiben und in Freundschaft miteinander verbunden sind. Kirche ist für den Menschen da, nicht für sich selbst. Barmherzigkeit und gelebte Nächstenliebe sind Wesenszüge des gelebten Glaubens. In der caritativen Arbeit vor Ort werden sie sichtbar.

Aber Verwurzelung und soziale Sicherheit suchen auch die so genannten Randgruppen unserer Gesellschaft, „Zu-Kurz-Gekommene“ auf der Schattenseite des Lebens, Obdachlose und Armutsgefährdete. Viele Menschen gilt es zu integrieren – ein nicht immer einfaches Unterfangen und eine Herausforderung für christliche Nächstenliebe.         

Der Sinn der Heimat entfaltet sich erst dann, wenn Gemeinschaft gestiftet wird. Verzweifelten Menschen muss man mit Liebe begegnen. Das heißt, ihre Not lindern, mit allen zu Verfügung stehenden Mitteln. Und das heißt zuerst mit unserem eigenen Hinsehen, Mitleiden, Mithelfen.

„Führe andere zum Glück und du wirst selbst glücklich sein und du wirst, indem du dies tust, Gottes Willen mit dir erfüllen“ (Robert Baden-Powell).

Bitte unterstützen Sie durch Ihre Gabe die wertvolle Arbeit der Caritas. Dafür danken wir sehr herzlich.

 

Ihr Diakon Esteban Rojas


Geistliches Wort zum Reformationsjubiläum

Ein jeder handle so, als wollte Gott eine große Tat durch ihn vollbringen.                                 Martin Luther


Kommunionempfang als Gemeinschaft

Ab Samstag 30. September möchten wir den Kommunionempfang anders gestalten. Künftig wird die Heilige Kommunion an der untersten Altarstufe ausgeteilt. Alle, die den Leib und das Blut Christi empfangen möchten, stellen sich in einer Reihe, angefangen am Ambo bis zur Madonna, an dieser Stufe auf. Der Zelebrant spricht einen Kommunionvers. Danach reichen er und der/die Kommunionspender/in die Hostie und den Kelch zum Empfang in beiderlei Gestalt. Es soll gleich kommuniziert werden. Abschließend spricht der Zelebrant oder der/die Kommunionspender/in ein Sendungswort. Danach gehen Sie, wie gewohnt, zu Ihrem Platz in die Bank zurück. Sollten mehr Gottesdienstteilnehmer/innen die Heilige Kommunion empfangen wollen als in einer Reihe möglich ist, wird nach dem ersten Durchgang eine neue gebildet.

Falls Ihnen das Stehen schwerfällt, dürfen Sie sich gerne nach dem Empfang der Heiligen Kommunion einstweilen in die erste Bankreihe setzen.

Diese Form der Kommunion geschieht auf Anregung unseres Liturgieausschusses. Sich gemeinsam zu versammeln, um Leib und Blut Christi zu empfangen, kommt dem Auftrag Jesu zeichenhaft näher: „Tut dies zu meinem Gedächtnis“ (vgl. 1 Kor 11,24f; Lk 22,19f par) – Essen und Trinken von dem einen Brot und aus dem einen Kelch als eine Erfahrung von Gemeinschaft mit dem Herrn und untereinander: communio. Diese Art des Kommunionempfangs wird schon seit einigen Jahren in unseren Nachbargemeinden St. Elisabeth und St. Josef auf ähnliche Weise praktiziert.                    

Uwe Schindera, Seelsorger vor Ort


„Wandel in unserer Kirche ermöglichen“

So heißt eine neue Rubrik, auf die schon im

letzten Gemeindebrief hingewiesen wurde (vgl. Nr. 6/7, S.10). In dieser Ausgabe stellen wir die zweite Haltung vor. Sie soll sowohl den diözesanen Prozess „Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten“ und unseren eigenen pastoralen Weg begleiten.

 

Die Haltung „Wertschätzen – noch einmal hinschauen“

 

Etwas zu sich hernehmen und anschauen, zweimal hinschauen, vielleicht ein drittes und ein viertes Mal. Es kann erstaunlich sein, was sich mir erschließt, wenn ich einer Sache Aufmerksamkeit widme. Nicht selten sind es gerade einfache Begegnungen, unscheinbare Dinge, unspektakuläre Ereignisse oder mein alltägliches Tun, die sich dann als kleine Kostbarkeiten erweisen.

 

Hilfreich ist ein offener Blick: unvoreingenommen, freundlich, zugewandt. Ich hoffe darauf, etwas Gutes, einen Wert aufzufinden in dem, was da ist. Und wenn diese Kostbarkeit sich zeigt, brauche ich auch Zeit, mich daran zu freuen, sie wertzuschätzen. So positiv hinzusehen, fällt uns nicht immer leicht. Schnell sind wir am Bewerten.

 

Ein Gebet, das auf Ignatius von Loyola zurückgeht, nimmt sich für das Schauen auf das, was ist, den Blick Gottes zu Hilfe. Es ist das "Gebet der liebenden Aufmerksamkeit". Gott schaut liebevoll, aufmerksam auf uns. Wer wir sind und was mit uns ist, interessiert ihn. Diesen Gott weiß der/die Beter/in an seiner/ihrer Seite, wenn er/sie sich auf die Suche nach Schätzen macht.

Übung: Noch einmal hinschauen (Gebet der liebenden Aufmerksamkeit)

 

Nehmen Sie sich am Abend eine Zeit (z. B. eine Viertelstunde), in der Sie den zu Ende gehenden Tag noch einmal anschauen.

Nehmen Sie eine Sitzhaltung ein, in der Sie eine Weile gut verbleiben können.

Setzen Sie einen bewussten Anfang: z. B. ausatmen oder Kreuzzeichen oder Verneigung...

Nehmen Sie sich Zeit, um zur Ruhe zu kommen.

Bitten Sie Gott um seinen Beistand, um einen wachen, liebevollen Blick. Lassen Sie in Gedanken den heutigen Tag noch einmal vorbeiziehen. Es ist nicht wichtig, sich an alles zu erinnern. Achten Sie darauf, welche Gefühle in Ihnen aufsteigen. Werten Sie nicht, denken Sie daran, dass Gott Sie liebevoll anschaut.

Wenn Sie etwas aufgefunden haben, was Sie freut, worüber Sie staunen, so schätzen Sie es wert, indem Sie einen Augenblick dabei verweilen. Wenn Sie möchten, danken Sie Gott dafür.

Wenn Sie noch etwas beschäftigt oder bedrückt, können Sie Gott davon erzählen, so wie einem Freund. Übergeben Sie es bewusst an Gott, bitten Sie ihn um das, was Sie brauchen.

Schließen Sie mit dem Gebet und enden Sie mit der Geste, mit der Sie begonnen haben:

 

 

 

Mein Gott,

ein reicher Tag liegt hinter mir, angefüllt mit Erlebnissen und Erfahrungen,

Schätze und Steine im Acker des Tages.

Ich will noch einmal zurückschauen mit dir an meiner Seite.

Zeig mir, was ich sehen soll.

Hilf mir, tiefer zu schauen. Lenke du meinen Blick.

Mein Gott,

was gewesen ist, halte ich dir hin:

Schätze und Steine.

Nimm du sie an am Abend dieses Tages.

Segne du die Nacht, und den kommenden Tag

und lass mich wieder alles von dir erhoffen.

Amen.

 

Entnommen aus: Bischöfliches Ordinariat, HA IV- Pastorale Konzeption, Spiritualität und Exerzitien

Den Wandel in unserer Kirche mit dem Einüben geistlicher Haltungen ermöglichen, heißt die Rubrik, mit der wir den diözesanen Prozess „Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten“ und unseren eigenen pastoralen Weg begleiten wollen.

 

 

Die dritte Haltung heißt

Erwarten – ein Fenster öffnen.“

 

Wenn wir warten, sind wir ausgerichtet auf etwas, das kommt, wir richten unseren Blick in die Zukunft. Unser Warten kann von zwei Haltungen geprägt sein: wir warten passiv, vielleicht resigniert ab, was kommt oder wir erwarten etwas oder jemanden voller Hoffnung und Vorfreude.

Ob sich unsere Erwartungen erfüllen, liegt nicht allein in unserer Hand, andere Menschen und Ereignisse spielen eine Rolle. Wir haben keine Gewissheit und keine Garantie, wir können nur mit Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten rechnen. Sind unsere Erwartungen konkret und klar definiert, können sie enttäuscht werden.

Vielleicht leben wir deshalb oft ohne große Erwartungen, wir rechnen schon gar nicht mehr mit Neuem oder Unerwartetem. Wir richten uns ein in dem, was wir kennen. Irgendwann treten wir auf der Stelle, weil unser Blick nicht mehr in die Zukunft, nicht mehr nach draußen geht.

Papst Johannes XXIII hat seine Kirche aufgerufen, die Fenster weit zu öffnen, den Blick nach draußen zu wagen, buchstäblich frische Luft hereinzulassen, dem Geist Gottes Raum zu geben. Erwartungsvolle Menschen, die mit Überraschungen rechnen, die Gottes Wirken einen Platz einräumen, sind ausgerichtet auf das, was kommt und sich ereignen will.


 

Übung: Ein Fenster öffnen

 

Stellen Sie sich in den Raum mit dem Blick zum Fenster. Achten Sie darauf, was Sie sehen.

Öffnen Sie ein oder mehrere Fenster. Nehmen Sie aufmerksam die Luft wahr, die von draußen hereinkommt.

Stellen Sie sich direkt an das Fenster und lassen Ihren Blick wandern: Was nehmen Sie draußen wahr?

Treten Sie wieder einen Schritt zurück in den Raum und lassen Ihre Eindrücke nachwirken.

Setzen Sie sich wieder auf Ihren Platz.

Als Abschluss können Sie folgendes Gebet sprechen:

Guter Gott,

du kommst auf mich zu.

Du willst in meinem Leben Raum haben und durch deinen Geist in mir wirken.

Gib mir den Mut, mein Fenster nach draußen weit zu öffnen und deine Gegenwart in mein Leben einzulassen.

Lass mich offen sein für deine Überraschungen.                   Amen.

 

 

Entnommen aus: Bischöfliches Ordinariat, HA IV Pastorale Konzeption, Spiritualität und Exerzitien


Neue Gesichter im Pastoralteam der Gesamtkirchengemeinde

 

Willkommen

Gemeindereferentin Gabriele Fischer:

"Noch einmal will ich etwas Neues wagen." Mit diesen Worten habe ich mich in meiner alten Stelle nach fast 17 Jahren verabschiedet, und wenig scheint mir passender, als mich damit hier Ihnen vorzustellen: In vielen Berufsjahren durfte ich in nahezu allen Bereichen der kirchlichen Arbeit Erfahrungen sammeln. So kann ich mich, wenn ich jetzt zu Ihnen in die Gesamtkirchengemeinde Esslingen komme, zuerst darauf konzentrieren, Sie bei unseren Begegnungen kennenzulernen. Für mich als Seelsorgerin gibt es nichts Spannenderes als Menschen und ihre Alltagserfahrungen und ihre Lebensgeschichten. Überall da ist für mich auch Gott am Wirken. Wofür ich zuständig sein werde, steht bereits fest: die City-Pastoral und die Leitung der Erstkommunionvorbereitung in vier Gemeinden, Wort-Gottes-Feiern leiten und einzelne Projekte begleiten. Mein Büro wird in St. Augustinus auf dem Zollberg sein.

Im Jahr 1984 habe ich meine Berufstätigkeit, damals als Gemeindeassistentin in Nellingen, begonnen. Nun trete ich hier in Esslingen meine letzte Stelle vor der Rente an. Ich hätte mir nie träumen lassen, dass sich der Kreis auf diese Weise für mich schließen wird. Im Herzen bin ich durch meine Arbeit jung geblieben und weiß mich gut aufgestellt für das, was kommen soll und wird. Ich freue mich darauf Ihnen zu begegnen!

Gabriele Fischer

   

 

                 

Willkommen Diakon Thomas Kubetschek

 

Liebe Mitchristen, ein neues Gesicht. Wer verbirgt sich dahinter? Ich heiße Thomas Kubetschek, bin vor 54 Jahren im Rheinland, Raum Aachen geboren und mit drei jüngeren Geschwistern aufgewachsen. Seit 31 Jahren lebe ich in Tübingen, das mich studienhalber gefesselt und nicht mehr losgelassen hat. Nachdem ich 1995 das Studium der Katholischen Theologie in Tübingen erfolgreich abgeschlossen hatte, war ich von 1996 bis 2006 im Wartungs- und Überwachungsdienst der Tübinger Stadtwerke-Parkhäuser tätig. In dieser Phase meines Lebens hat sich privat viel verändert. 1997 war die Trauung mit meiner Frau Ute Lorek, dann die Geburt unserer drei Töchter: Marta (19), Milena (17) und Miriam (13). Um das Jahr 2000 konnte ich mein aufkommendes Interesse und meine innere Bewegtheit hinsichtlich des alten und doch erst seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil wiederentdeckten kirchlichen Amtes des Diakons nicht mehr unterdrücken. Vier Jahre dauerte die Ausbildung und am 14. Mai 2005 wurde ich im Münster in Zwiefalten von unserem Bischof Gebhard Fürst geweiht. Nach fünf Jahren Tübingen und sieben Jahren Kirchheim unter Teck habe ich hier in der Gesamtkirchengemeinde Esslingen am 01. September 2017 meine dritte Stelle als Diakon begonnen. Mein Büro ist in der Mettinger Straße 2 (Pfarramt St. Paul). Ich werde in der City-Seelsorge, der Caritasarbeit und als Kindergartenbeauftragter mitwirken, und im Pflegeheim Obertor stehe ich als Seelsorger zur Verfügung. Schließlich werde ich predigen, taufen, trauen, Andachten und Gottesdienste feiern und beerdigen. Neugierig und tatendurstig freue ich mich, mit Ihnen zusammen füreinander und für andere Menschen leidenschaftlich das Reich Gottes, das oftmals kaum sichtbar erscheint, aufleuchten zu lassen und es kraftvoll zu leben und zu feiern.             

Thomas Kubetschek, Diakon

 

 

Willkommen Pfarrer Fabian Eke

 

Grüß Gott, mein Name ist Pater Fabian Eke. Am 04.08.1964 bin ich in Nigeria geboren. Ich komme aus einer großen Familie mit vier Brüdern und zwei Schwestern. Schon als Kind hatte ich immer den Wunsch Priester zu werden. Da wir nicht genügend Geld hatten, machte ich als erstes eine Ausbildung in einem Hotel zum Rezeptionisten. Dort arbeitete ich dann für drei Jahre. Mein Theologiestudium absolvierte ich in Manila/Philippinen. Danach kehrte ich in meine Heimat zurück und wurde dort 1996 in der Erzdiözese Onitsha im Staat Anambra in Nigeria zum Priester geweiht. In vier verschiedenen Pfarrämtern sammelte ich dort die ersten Erfahrungen als Priester. Die Fortbildung im „Nazareth Formation Center“ schloss ich mit dem Diplom für Spiritualität, geistiges Wachstum und Entwicklung ab. Diese Fächer unterrichtete ich danach für sechs Jahre im Priesterseminar. Außerdem war ich dafür zuständig, die Eucharistische Anbetung in verschiedenen Pfarreien zu intensivieren. Das liegt mir auch heute noch besonders am Herzen. 2007 kam ich nach München, um Deutsch zu lernen. Im Herbst 2008 begann ich an der Philosophischen Theologischen Hochschule Benediktbeuren mit dem Studium der Sozialethik, das ich im Februar 2012 mit dem Lizentiat abschloss. Während dieser Zeit arbeitete ich im Pfarrverband Maria Himmelfahrt Bad Tölz, danach als Pfarrvikar in St. Maria, Heidenheim/Brenz. Bis September war ich als Pfarrvikar im Pfarrverband St. Laurentius Waldstetten, Strassdorf, Wißgoldingen und Rechberg tätig. Nun freue ich mich darauf, Sie kennenzulernen und gemeinsam mit Ihnen unserem Herrn Jesus Christus zu folgen.            

Pater Fabian Eke

 

 

Willkommen Pastoralassistent Marius Grath

 

Auch wenn ich als Allgäuer ursprünglich aus der benachbarten Diözese Augsburg komme, so ist das schöne Schwabenland zu einer wirklichen Heimat für mich geworden. Nachdem ich 2014 mein Theologiestudium in Tübingen abgeschlossen hatte und dann zwei Jahre in der Katholischen Hochschulgemeinde und in einem Studierendenwohnheim gearbeitet habe, freue ich mich nun sehr auf die Ausbildungszeit mit Ihnen in dieser tollen Stadt Esslingen. Theologisch und spirituell bin ich ein großer Fan von Papst Franziskus. Wenn er als Lateinamerikaner ausgerechnet von einer missionarischen Erneuerung der Kirche spricht, wirkt das vielleicht zunächst befremdlich. Ich möchte aber mit Ihnen gemeinsam entdecken, was er damit meint: „Hinauszugehen aus der eigenen Bequemlichkeit und den Mut zu haben, alle Randgebiete zu erreichen, die das Licht des Evangeliums brauchen“. Auch wenn ich fast den Eindruck habe, in der Gesamtkirchengemeinde Esslingen damit offene Türen einzurennen.

Marius Grath

 

 

Adieu Sabine Mader

Liebe Esslinger Gemeindemitglieder!

Nach zehn Jahren mit verschiedenen Aufgaben in Esslingen, zuletzt als Klinikseelsorgerin, verlasse ich nun meinen Dienst in Esslingen. Die Diözese sieht als meine nächste Herausforderung die Klinikseelsorge am Robert Bosch Krankenhaus in Stuttgart vor. Meine Stelle im Krankenhaus wird hoffentlich im Lauf des nächsten Jahres neu besetzt.

Ich blicke sehr dankbar und reich beschenkt auf meine Esslinger Zeit zurück und wünsche Ihnen als katholische Kirche von Esslingen Gottes Segen und viel Kraft und Mut, Gemeindeleben in den Herausforderungen der Zeit zu gestalten.

Mit herzlichen Grüßen, Sabine Mader

 

 

Wir alle sind sehr dankbar für die aufgeschlossene und herzliche Art von Sabine Mader, die uns alle bereicherte und, vor allem in der Klinikseelsorge, sehr vielen Menschen half. Wir wünschen ihr von Herzen alles Gute und Gottes Segen an ihrem neuen Dienstort.


Fastenpredigten

Fastenpredigten zum Reformationsjahr im Münster St. Paul - Dokumentation liegt vor. Die Fastenpredigten zum Reformationsjahr im März mit den Predigern Jörg Vins, Christian Hennecke, Prof. Bernd Jochen Hilberath, Stefan Möhler sowie Ministerpräsident Winfried Kretschmann fanden große Beachtung. Die Predigten liegen nun gedruckt als Heft vor. Interessierte können sie zum Preis von 3,00 € in allen Katholischen Pfarrämtern in Esslingen erwerben.


Auf den Spuren Jesu unterwegs im Heiligen Land

 

Von 23.02. bis 05.03.2017 waren fünfunddreißig Gemeindemitglieder und Gäste der katholischen Gesamtkirchengemeinde Esslingen unter der Leitung von Pfr. Stefan Möhler auf einer überaus interessanten Pilger- und Studienreise durch Israel und Palästina unterwegs. Wir besuchten die biblischen Stätten des Alten und Neuen Testaments. Traumhafte Wanderungen in der Wüste Negev, durch das üppig grüne Jordantal und entlang des idyllischen Sees Genezareth waren neben einem anspruchsvollen Besichtigungsprogramm eine Wohltat für Seele und Leib. Die Brisanz des Nahostkonflikts wurde uns an vielen Beispielen verdeutlicht. Abseits der üblichen Touristenrouten erlebten wir die dramatische sozialpolitische Situation Palästinas und lernten vorbildliche christliche soziale Projekte dort kennen.

Wir danken Pfr. Stefan Möhler für diese perfekt vorbereitete und organisierte Reise, für die sehr schön gestalteten und thematisch hervorragend abgestimmten Tagesimpulse mit dazu passenden Liedern, für stimmungsvolle Heilige Messen an ungewöhnlichen Orten, wie z.B. bei Abendsonne in den Ruinen der Kirche der Nabatäerstadt Shivta in der Wüste Negev. Diese Reise wird uns immer in Erinnerung bleiben!

Gabriele Alf-Dietz

 

 


Ökumenische Familienbildungsstätte (FBS) Esslingen

Gut für alle Generationen – das ist das Motto in diesem neuen Programm Herbst/Winter 2017-18. Die FBS bietet vielfältige Kursangebote und Vorträge. Durch diese Vielfalt möchten wir Sie in Ihrer aktuellen Lebenssituation inspirieren, begleiten oder unterstützen. Bei der Ökumenischen Familienbildungsstätte können Sie sich mit anderen Teilnehmenden austauschen, und in unseren Kursen erhalten Sie neue Anregungen. Wir freuen uns auf Begegnungen mit Ihnen.

Holen Sie sich das neue Programmheft direkt bei der FBS Esslingen oder auch an unserem Schriftenstand. Es grüßt Sie, Sonja Herb und das FBS Team.

Die Homepage können Sie einsehen unter: www.fbs-esslingen.de


Nachruf Pfarrer Winfried Häberle

Es gibt keinen Weg, der nicht irgendwann nach Hause führt“,

steht auf den Gedenksteinen am Gräberfeld für Wohnsitzlose auf dem Ebershaldenfriedhof, das von der Evangelischen und Katholischen Gesamtkirchengemeinde und den Freunden des Vinzenztreffs gemeinsam gestiftet worden ist. Vielen Verstorbenen ohne festen Wohnort gab es ein Stück ihrer Würde zurück.

Jetzt gilt dieser Satz auch für Pfarrer Winfried Häberle, der der Initiator des Gräberfelds war. Er verstarb am 15.8.2017 im Alter von 77 Jahren nach langer, schwerer Krankheit in Stuttgart.

Von 1992 bis 2009 wirkte er als Pfarrer in der Katholischen Kirchengemeinde St. Josef in Esslingen-Nord, lebte einen ständigen Wandel und regte viele Neuerungen an. Dazu gehört vor allem eine bauliche Veränderung der Kirche zu einem Licht- und Klangraum, in dem die Gläubigen ganz bewusst an der Liturgie beteiligt werden.

Winfried Häberle wurde 1939 in Tübingen geboren, wuchs in Stuttgart-Rohr auf und studierte nach dem Abitur in Tübingen und München Theologie. 1964 wurde er in Bad Cannstatt zum Priester geweiht, ging als Kaplan nach Leutkirch und trat 1978 seine erste Pfarrstelle in Aalen an. 1992 wurde er zum amtierenden Pfarrer der Gemeinde St. Josef in Hohenkreuz bestellt. In seine Amtszeit fiel die innere und äußere Erneuerung des aus der Nachkriegszeit stammenden Kirchenbaus. In Kooperation mit dem Kirchengemeinderat gelang es ihm, für das zentrale Chorfenster zum Thema „Auferstehung“ den renommierten Künstler Raphael Seitz zu verpflichten. Das Fenster mit seinen wie vom Himmel gefallenen Blautönen verkörpert die ebenso spirituelle wie moderne Atmosphäre der renovierten Kirche auf einzigartige Weise. Im neugestalteten Chorraum wurde der Altar in die Mitte der Gläubigen gerückt, im Langhaus die Bankreihen durch Stühle ersetzt. Die Kleinkinder und ihre Eltern dürfen sich mit einem Kinderteppich ins Geschehen integriert fühlen. Ihre selbstverständliche Einbindung schon in früher Jugend im Gottesdienst und im Gemeindeleben hatte eine zahlreiche Schar von Ministrantinnen und Ministranten zur Folge. Fast zeitgleich zur Renovierung der Kirche kam die Herausforderung hinzu, eine neue Pfeifenorgel bauen zu lassen, die den Kirchenraum als Klangraum erlebbar macht. Um sie zu finanzieren, wurden viele personelle und finanzielle Ressourcen in der Gemeinde aktiviert. Besonders das Engagement der Ehrenamtlichen war Winfried Häberle ein Anliegen, das er durch die Schaffung einiger Gremien förderte.

Das Miteinander in der Gemeinde und die Umsetzung einiger Visionen in Richtung Zukunft hat er intensiv betrieben. So stellte die "Baustelle Gemeinde" als Gedanken- und Ideenschmiede für alle interessierten Gemeindemitglieder für ihn eine Aufgabe dar, der er sich besonders widmete. Das gute Miteinander bezog sich auch auf die evangelischen Nachbargemeinden. Ökumene wurde im Esslinger Norden im Laufe der Jahre zu einer Selbstverständlichkeit.

Dass Winfried Häberle sofort nach seinem Start in St. Josef im Jahr 1992 die Gestaltung der Seelsorgeeinheit Esslingen-West mit vorangetrieben hat, ist ebenfalls ein Fakt, an den erinnert werden soll. Das Denken und Handeln über den eigenen Bereich hinaus war ein regelrechtes Markenzeichen von ihm. Im Jahre 2009 verabschiedete die Gemeinde St. Josef Pfarrer Häberle in den Ruhestand, einen Übergang, den er in bewundernswerter Weise auch durch die anfängliche Begleitung seines Nachfolgers vorbereitete. Allerdings waren seine letzten Jahre infolge eines im Jahr 2014 erlittenen Schlaganfalles ein Leidensweg, der nun zu Ende gegangen ist.

Für die Kath. Kirchengemeinde St. Josef: Dr. Franz Hein/Petra Weber-Obrock


Den Wandel in unserer Kirche
ermöglichen geschieht auch durch das Einüben von vier Grundhaltungen: Vertrauen, Lassen, Erwarten und Wertschätzen. Sie gelten als Grundlage für die Erneuerung und die Entwicklung der Kirchengemeinden in unserer Diözese. Wir stellen jeweils eine Haltung vor.

 

Als Erstes die geistliche Haltung: Vertrauen – Boden unter den Füssen haben.

Vertrauen bedeutet, in der Gewissheit zu leben, dass ich gehalten und getragen bin, dass ich buchstäblich Boden unter den Füssen habe. Wenn ich auf festem Grund stehe, kann ich Sicherheit und Standfestigkeit erfahren.

 

Die Psalmen drücken immer wieder Vertrauen auf Gott hin aus, der uns auf unseren Wegen behütet und begleitet, dessen Stock und Stab Halt und Zuversicht geben – ganz besonders in den Situationen, in denen wir den Boden unter den Füssen verloren haben. In vielen Kirchenliedern bitten wir um das Vertrauen und um die Gewissheit, dass Gott uns auch in Situationen des Zweifels und der Unsicherheit wieder auf festen Grund führt. Hilfe und Stütze können dabei Menschen sein, die uns begleiten, denen wir vertrauen können.

 

 

Wenn mir dieses Vertrauen geschenkt ist, kann ich mich in Bewegung setzen, einen ersten Schritt wagen, mich auf neue Wege begeben. Wenn ich mir selbst und dem Boden unter meinen Füssen traue, kann ich ein Risiko eingehen, mich auf Unbekanntes und Überraschendes einlassen.

 

Übung: Boden unter den Füssen haben – eine Übung für sich allein, oder in einer Gruppe. Sie brauchen dazu, neben Ruhe, auch die Bibel mit dem Psalm 121:

 

-        Setzen oder stellen Sie sich so hin, dass Sie mit Ihren Füßen gut Kontakt zum Boden haben.

-        Versuchen Sie, die ganze Standfläche Ihrer Füße zu spüren – von der Ferse über die Sohle bis hin zu den Zehen.

-        Lassen Sie durch kleine Bewegungen oder kleine Schritte Ihre Füße noch näher auf den Boden kommen.

-        Wiederholen Sie immer wieder still den Satz: „Der Boden trägt mich!“

-        Beobachten Sie, wie der gute Kontakt zum Boden sich auf Ihren Körper auswirkt.

 

-        Bleiben Sie ein Weile in dieser Haltung sitzen oder stehen und beten als Abschluss den Psalm 121.


Achtung; Neue Öffnungszeiten Pfarrbüro

Dienstag 9.30 Uhr – 11.30 Uhr - Donnerstag 9.00 – 12.00 Uhr

 


Handys sammeln – Gutes tun

In unseren Handys sind wertvolle Erze und Metalle verbaut – Rohstoffe, die oft unter menschenunwürdigen Bedingungen im Kongo abgebaut werden. Es sind Bodenschätze, die zu Krieg und Gewalt führen. Dörfer werden geplündert, tausende Familien sind auf der Flucht.

Das Bischöfliche Hilfswerk MISSIO ruft mit der „Aktion Schutzengel“ auf, alte, ausgebrauchte Handys abzugeben. Diese werden dem Recycling zugeführt, die Rohstoffe wiederverwendet. Mit dem Erlös aus dieser Aktion unterstützt die „Aktion Schutzengel“ Familien und ehemalige Kindersoldaten u.a. im Kongo.

Wir unterstützen die „Aktion Schutzengel“. Falls Sie ein Handy nicht mehr brauchen, bringen Sie es (ohne SIM-Karte mit persönlichen Daten) ins Pfarrbüro. Dort befinden sich Tüten für jedes Handy und eine Sammelbox. Wir schicken die gesammelten Handys an MISSIO. Wenn Sie möchten, können Sie mit dem Handy auch eine Unterschrift für die Petition „Aktion Saubere Handys“ abgeben, mit der MISSIO Regierungen und Mobilfunkunternehmen auffordern will, die Nutzung von Rohstoffen aus Kriegsgebieten zu unterbinden. Weitere Informationen stehen auf den Sammeltüten. Wir danken allen, die diese wertvolle Aktion unterstützen.


Eine interessante Predigt mit dem „Predigt-Podcast“ nochmal hören

Immer wieder erreichen uns Predigerinnen und Prediger Rückfragen nach einer Sonntagspredigt. Sei es, dass Hörerinnen und Hörer sie gerne ein zweites Mal hören möchten, sei es, weil sie den Gottesdienst nicht besuchen konnten.

Um dies möglich zu machen, haben wir auf der Homepage der Katholischen Gesamtkirchengemeinde einen „Predigt-Podcast“ eingerichtet, auf dem Predigten gehört werden können, die unsere Seelsorgerinnen und Seelsorger in Esslingen gehalten haben. Die Predigten werden aufgezeichnet und als Audio-Datei auf der Homepage zur Verfügung gestellt. Sie brauchen dazu nur einen Computer mit Zugang zum Internet. Rufen Sie unsere Homepage auf: www.katholische-kirche-esslingen.de Wählen Sie auf der Menüleiste das Stichwort „Spiritualität“, und unter den dann angezeigten Stichworten „Predigt-Podcast“. Klicken Sie bei der gewünschten Predigt auf den Pfeil und Sie können die Predigt anhören. Über Rückmeldungen zum Predigtpodcast oder zu einzelnen Predigten freuen wir uns sehr.                         

Pfarrer Stefan Möhler und das Team der Seelsorgerinnen und Seelsorger


Ehrenamtliche Mitarbeit

 

Wie in allen anderen Kirchengemeinden auch, bieten sich bei uns vielfältige Felder für ehrenamtliches Engagement an. Die Dienste sind jeweils mit Einführung und fachlicher Begleitung verbunden. Sie sind zur Mitarbeit herzlich eingeladen bei: Caritas im Bereich Besuchsdiensten bei Senioren, Jubilaren und Kranken; Katechese im Bereich der Erstkommunion- und Firmvorbereitung und bei der Liturgie in den Bereichen Chor, Lektorenamt, Kommunionspendung, Leitung von Wortgottesfeiern und beim Familien- und Kindergottesdienstteam. Bei Interesse sprechen Sie uns im Pfarrbüro bitte an.


(M)eine Heimat für alle–Flüchtlinge begleiten und unterstützen

 

Weltweit sind so viele Menschen auf der Flucht wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Mehr als 57 Millionen Frauen, Männer und Kinder sind gezwungen, vor Kriegen, wegen religiöser und politscher Verfolgung, vor Unterdrückung und Vertreibung, vor Armut und Hunger zu fliehen. Sie nehmen dabei lange, gefährliche Wege auf sich, durchleben und durchleiden Situationen, die oftmals an die Grenze des Menschenerträglichen gehen. Viele sind an Leib und Seele gezeichnet. 

Es gibt viele Möglichkeiten, sich ehrenamtlich in den Bereich der Flüchtlingsarbeit einzubringen. Sie können an lokalen Initiativen für und mit Flüchtlingen mitwirken, Flüchtlinge unterstützen, Fuß zu fassen und ihnen im Alltag mit ganz praktischen Dingen Orientierung geben, einen herzlichen Austausch und Kontakt mit anderen Flüchtlingen und Menschen vor Ort fördern und mitorganisieren, sich mit Ihren eigenen Fähigkeiten, Talenten und Kompetenzen einbringen. Informieren Sie sich unter www.zell-am-neckar.de/zell-hilft. Gerne hilft Ihnen dabei auch das Caritaszentrum weiter. Frau Petra Gauch, Dipl. Sozialarbeiterin, erreichen Sie unter Tel. Nr. 0711/39 69 54 31 oder per Mail: gauch.p@caritas-fils-neckar-alb.de. 

Erste Kontakte knüpfen können Sie jeden Mittwochnachmittag zwischen 16:00 und 18:00 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus Zell, Kirchstraße 11. Bei Spielen, manchmal Musikprogramm, Kaffee und Kuchen vergeht der Nachmittag wie im Fluge. Kommen Sie doch auch einmal! Wir freuen uns über Gäste.

 


CARIsatt-Kiste am Schriftenstand

 

Seit Oktober letzten Jahres steht in unserer Kirche eine grüne Kiste, die CARIsatt-Kiste. Sie bietet die Möglichkeit Nahrungsmittel, die lange haltbar sind und Dinge des täglichen Bedarfs abzugeben. Wir geben diese an den CARIsatt-Laden in der Neckarstraße weiter. Damit erhöht sich das Warenangebot dort. Im CARIsatt-Laden dürfen nur Bedürftige preisgünstig einkaufen, die dazu berechtigt sind. Wir bitten Sie, dieses dauerhaft angelegte Zeichen der Nächstenliebe weiterhin zu unterstützen. Denn die Zahl der Bedürftigen wächst.


Kirche aktiv gegen Armut“ - Die CARIsatt-Kiste – Hilfe, die ankommt

 

Die Armen werden niemals ganz aus deinem Land verschwinden. Darum mache ich es Dir zur Pflicht: Du sollst deinem Not leidenden und armen Bruder, der in deinem Land lebt, deine Hand öffnen. (Dtn, 15, 11). Dieser Vers bildet mit die Grundlage für die christliche Nächstenliebe, die uns Jesus lehrte.

Diesen alttestamentlichen Leitsatz greift der neu gebildete Caritasausschuss der Kath. Gesamtkirchengemeinde Esslingen auf und setzt ihn in ein konkretes Projekt um: Die CARIsatt-Kiste – Hilfe, die ankommt. Seit Sonntag, 18. September 2016 steht in unserer Kirchengemeinde diese Kiste an der Treppe zur Empore.

Mit der Kiste wollen wir gemeinsam, nachhaltig und dauerhaft etwas für Bedürftige in Esslingen tun. Die Zahl derer, die auf Unterstützung angewiesen sind, wächst auch hier stetig. Die CARIsatt-Kiste bietet die Möglichkeit, als Kirchengemeinde und als Einzelne ganz konkret für seine Nächsten zu handeln. Nahrungsmittel, die lange haltbar sind und Dinge des täglichen Gebrauchs kann der CARIsatt-Laden in der Neckarstraße fast nie anbieten, weil er diese nicht von den Supermärkten bekommt. Genau hier setzt die Idee der CARIsatt-Kiste an. Ein Päckchen Nudeln, eine Wurstkonserve, zwei Zahnbürsten, Shampoo, … es gibt viele Möglichkeiten, auch mit einem kleinen Beitrag zu helfen.

Die Kiste wird regelmäßig geleert und in den CARIsatt-Laden gebracht. Folgende Dinge können Sie spenden: Alle trockenen und haltbaren Lebensmittel in Dosen, Gläsern und Tetrapacks. Außerdem Toiletten- und Hygieneartikel.

Folgende Dinge sind ungeeignet: Frische und offene Lebensmittel, Lebensmittel, die gekühlt werden müssen, Lebensmittel, deren Verpackung beschädigt und deren Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist, Alkohol, Tabak.

Bitte unterstützen Sie diese gute Sache nach Ihren Möglichkeiten.

Für Ihre Gaben herzlichen Dank!


 

Kommunionfeier zu Hause


Es ist für viele schmerzlich nicht an der sonntäglichen Eucharistie- oder Wort-Gottes-Feier

teilnehmen zu können. Ob dies nun krankheitsbedingt, der eigenen Gebrechlichkeit geschuldet oder aus Altersgründen ist, die Nähe Gottes und sein Beistand sind dann besonders gefragt.

In solchen Situationen besteht die Möglichkeit, die Kommunion zu Hause zu empfangen. Sie brauchen sich dazu nur beim Pfarramt zu melden. Es wird dann ein Termin vereinbart, entweder mit jemandem aus unserem Kreis von Ehrenamtlichen, oder dem Seelsorger vor Ort, Uwe Schindera.

Eine kurze Andacht – Gebete, Lieder, Lesung aus der Heiligen Schrift, Kommunionempfang und Segenswort – bildet den Rahmen dafür. Die „Krankenkommunion“ kann einmalig sein, regelmäßig stattfinden oder auch nur vor den Hochfesten gebracht werden.


Ich lade die Betroffenen ein, von diesem Angebot Gebrauch zu machen.


Uwe Schindera, Seelsorger vor Ort