Katholische Kirchengemeinde

Zur Heiligsten Dreifaltigkeit Esslingen - Zell


Katholische Kirche Zur Heiligsten Dreifaltigkeit Esslingen-Zell

Sie sind herzlichst eingeladen, sich auf den folgenden Seiten über unsere Kirchgemeinde zu informieren.

 

Gerne können Sie uns kontaktieren oder schauen Sie doch einfach vorbei.

 

Wir freuen uns!


Aktuelle Stellungnahme zu Missbrauch und Vertuschung in der Katholischen Kirche 

Schluss mit Missbrauch und Vertuschung in der katholischen Kirche

Wir sind entsetzt, wütend, traurig und schämen uns. Die Nachrichten über das Gutachten zum Missbrauch und Vertuschung in der Erzdiözese München und Freising in den vergangenen Tagen treffen uns – treffen uns als Menschen, die sich hier in Esslingen in dieser Kirche engagieren und Verantwortung tragen.

Unser tiefes Mitgefühl und unsere Solidarität gilt all den Menschen, denen in unserer Kirche Missbrauch und Gewalt angetan wurde, und die anschließend auch noch erleben mussten, dass sie keinerlei Unterstützung erhielten, stattdessen die Täter geschützt wurden.

Das Erlittene lässt sich nicht mehr ungeschehen machen. Doch es ist möglich, den Menschen, die zu Opfern von Missbrauch geworden sind, beim Tragen der Folgen zu helfen. Wir fordern daher von den Bischöfen und allen, die in der Leitung unserer Kirche Verantwortung tragen, das Leid von Missbrauchsopfern uneingeschränkt anzuerkennen, zum eigenen Versagen und Anteil am Geschehenen zu stehen und für eine angemessene finanzielle Entschädigung zu sorgen. Systemische Ursachen in der Organisation unserer Kirche müssen endlich ehrlich offengelegt und entschlossen bekämpft werden. Dafür setzen wir uns bei unserer Kirchenleitung ein.

Uns ist wichtig, dass unsere Katholischen Gemeinden in Esslingen Orte sind, an denen Missbrauch und Gewalt keinen Platz haben. Deshalb wenden wir seit Jahren ein Schutzkonzept zur Prävention vor sexuellem Missbrauch an, dem sich alle verpflichten, die haupt- oder ehrenamtlich mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Dies werden wir auch weiterhin mit großer Sorgfalt tun. So können wir unseren Beitrag leisten zu einer Kirche, in der Kinder und Jugendliche gute, geschützte Räume für ihr Leben und Ihren Glauben finden, in der sie die Zuwendung und den Respekt erleben, der dem Evangelium Jesu Christi entspricht. Gott und der Glaube an ihn möchte unsere Kinder stark und glücklich machen – das sollen sie bei uns uneingeschränkt erfahren, dafür setzen wir uns ein.

Für die Katholische Kirche Esslingen

Pfarrer Stefan Möhler                     Gert- Michael Burgmann, Gewählter Vorsitzender

 

und:

Jutta Eichner, Silke Leonhardt- Schwarz, Anke Rohfleisch, Brigitte Häfele, Rosemarie Herrmann, Franz Hein, Matthias Vetter, Ursula Kümmel, Gabriele Alf- Dietz, Thomas Dietz, Miriam Goldner, Christiane Weidner, Ulrich Röhrle, Sabine Clephas, Konrad Lohmiller, Wolfgang Schubert, Andreas Hable, Markus Michel, Ingrid Malek, Christine Kaszynszki, Fritz Finkel, Maria Kaine, Max Appenmaier, René Egger, Uwe Schindera, Birgit Hagelkrüs, Martin Weber, Brigitte Barth, Thilo und Martina Weinert, Heidi Köhler, Sabine Kunz, Margret und Fritz Buhro, Brigitte Nann, Sabrina und Volker Bayer, Claudia Aichele, Annette Naujoks, Dieter Lang

 

Sie möchten diese Stellungnahme auch mit Ihrem Namen unterstützen? Dann melden Sie sich gerne per Mail: stefan.moehler@drs.de 


Abschied Uwe Schindera

 

n „Niemals geht man so ganz …“ Dieser Liedtitel der Kölner Sängerin und Kabarettistin Trude Herr fiel mir für meinen Abschied ein. Er enthält ja beides: Ein wenig Melancholie, ein wenig Freude. Und so fühle ich mich im Moment auch. Denn am 30. April spätestens werde ich meine Schlüssel abgeben, den E-Mail-Account löschen und das Schild „Pastoralreferent Uwe Schindera“ am Pfarrbüro entfernen lassen. Zum 1. Mai darf ich in den Ruhestand gehen. Bedauerlicherweise geht mit diesem Ausscheiden kein „Gott sei Dank, es kommt jemand anderer dafür“ einher. Wie wahrscheinlich vielen bekannt, sieht die diözesane Stellenplanung nun ihr Ziel als erreicht an, die Pastoralen Aufgaben in unserer Stadt von sechs Personen in Vollzeit und einer mit einer halben Stelle zu bewältigen. Dieser Prozess wurde bei uns 2018 begonnen und wird nun mit einer neuen Organisationsstruktur schrittweise fortgeführt.

 

„Niemals geht man so ganz …“. Ein wenig traurig bin ich schon darüber, dass ich nun endgültig „Adieu“ denjenigen sagen muss, mit denen ich gerne hier in den Gemeinden, in der Ökumene, an der Hochschule, in den Kindergärten und in den Pflegeheimen zusammenarbeiten durfte! Vorneweg den Kirchengemeinderäten über die verschiedenen Perioden hinweg; den Sekre-

 

tärinnen, hier vor allem Karin Schäfers und Andrea Schaffrath-Bäuerle, und den Mesnerinnen Emma Bretana und Martina Neuwald.

 

Dazu gehören aber auch die vielen Kolleg*innen aus der Stadt-Pastoralkonferenz. Die Teamarbeit mit allen war zwar manchmal anstrengend, aber in der Summe hat es mir viel Spaß gemacht. Sie alle trugen dazu bei, dass ich mit Herzblut so wirken konnte, wie ich es vermochte. Ich bin sehr dankbar für das ungeheure Vertrauen und die große Wertschätzung, die mir von so vielen entgegengebracht wurde. Zudem entstanden mit der Zeit so viele Verbindungen, die nun den Abschied nicht leichter machen!

 

„Niemals geht man so ganz …“. Aber klar, ich freue mich auf den nun beginnenden neuen Lebensabschnitt. In Gedanken bin ich bereits am Auskundschaften, was nun alles möglich ist. Eines werde ich mir dabei noch aneignen müssen: Dem Tag eine Struktur zu verleihen. Terminkalender und Telefonanrufe, die bisher meinen Tag, manchmal bis ins Familienleben hinein, organisierten, verlieren ihre Dominanz. An ihre Stelle treten nun Dinge, die zuallererst mit mir und meiner Frau zu tun haben. Das wird spannend werden. Und die eine oder andere Idee gibt es bereits: Reisen, als Gasthörer studieren, Theaterspielen, Gemeinsames mit meiner Frau

 

– kurz: Erkunden und Ausprobieren.

 

Doch zunächst gilt es, Abstand zu gewinnen: Ich zu meiner bisherigen Arbeit, und Verantwortliche aus den verschiedensten Gemeindetätigkeiten zu mir. Vielleicht kennen Sie die schwäbische Bitte. „Dätsch´mer …?“ Charmant vorgetragen verbirgt sich dahinter so manche Erwartung, der man sich kaum zu entziehen vermag. In den nächsten gut 12 Monaten möchte ich nicht Mitglied im besagten „Dätsch`mer

 

– Club“ sein. Das bitte ich zu respektieren! Es soll sich erst einmal, auf Schwäbisch „g´sait“, manches „zurechtruggela“. Ich denke, das tut uns allen gut!

 

„Niemals geht man so ganz …“. Fast zwei Jahrzehnte durfte ich vor allem hier in St. Albertus Magnus sein. in dieser Zeit hat sich viel verändert, habe ich mich verändert, haben wir uns alle verändert. Hatte ich zunächst unter Pfr. Hans Nagel in meiner 50%-Tätigkeit einen klar umrissenen Auftrag, änderte sich das vor knapp zehn Jahren ganz schnell. Mit Pfr. Stefan Möhler begann eine Neustrukturierung der Pastoral in ganz Esslingen. Nun übernahm ich zusammen mit den Kirchengemeinderäten in Delegation für Pfr. Möhler und im Auftrag der Diözese die Leitung der Gemeinde und wenig später auch in Hlgst. Dreifaltigkeit. Das Stich-

 

wort „Seelsorger vor Ort“ steht dafür. Trotz aller Verpflichtungen und trotz der Vielseitigkeit, die solche Funktionen mit sich bringen, war mir die persönliche Seelsorge immer am wichtigsten. Kranken-, Geburtstagsbesuche oder Trauergespräche - dafür ließ ich vieles einfach sein, wenn es die menschliche Situation erforderte. „Gott und den Menschen nahe“ umschrieb unser Bischof Dr. Fürst vor knapp 12 Jahren den diözesanen Prozess zur missionarischen Kirche. Für mich ist es, nicht erst seit dieser Zeit, mein Lebensmotto bis heute!

 

„Niemals geht man so ganz. Irgendwas von mir bleibt hier…“. Klar, es bleibt etwas übrig. Bei mir sehr viel an Erfahrungen, an persönlicher Entwicklung, an Erinnerungen, vor allem aber an Dankbarkeit Ihnen allen gegenüber! Bei manchen von Ihnen werden es die Erinnerungen an mich in speziellen Situationen sein, die dann auch wieder verblassen. Da drängt die Zeit schlichtweg andere Personen und Themen in den Vordergrund. Abgesehen davon: ich brauche kein „Ach wie schön war es doch mit Ihnen“! Mich freut es eher, wenn wir alle gemeinsam das vor uns liegende fest in den Blick nehmen und die dabei verantwortlich Handelnden in ihrem Tun so gut es geht unterstützen. Und wenn dann noch jemand sagt: ja, mir hat der Schindera Gott und

 

Menschen etwas nahe gebracht, freut mich das, irgendwas von mir bleibt dann hier! Ich glaube, dann hat mich Gott zur rechten Zeit an den rechten Ort geführt, um meine Berufung zu leben. Gott sei Dank!

 

Bleibet´Se xond, auf bald und Gott befohlen Uwe Schindera

 

Wir nehmen Abschied und sagen von Herzen Danke und Gottes Segen – im Gottesdienst und bei der anschließenden Begegnung

 

• am 24. April um 10.30 Uhr in St. Albertus Magnus, Oberesslingen

 

• am 1. Mai um 10.30 Uhr in Hlst.

 


Wir werden weniger – was ändert sich in den Gemeinden ab 2022?

 

Im Frühjahr haben wir bereits darüber informiert: Aufgrund des neuen Personalplanes unserer Diözese werden wir ab 2022 statt wie früher 10 nur noch 6,5 Stellen für Seelsorgerinnen und Seelsorger der 8 Ortsgemeinden haben. Zusammen mit dem Rückgang auch des ehrenamtlichen Engagements sowie den Auswirkungen der Pandemie bedeutet das eine große Veränderung für unsere Gemeinden in den Esslinger Stadtteilen.

 

Wie können wir diese Veränderung so gestalten, dass weiterhin Seelsorge und Gemeindeleben in guter Qualität möglich sind? Wie werden dabei haupt- wie ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht überfordert? In den letzten Monaten haben die Kirchengemeinderäte, der Gesamtkirchengemeinderat und das Pastoralteam miteinander beraten und ein neues Konzept für die pastorale Arbeit beschlossen, das nun ab 2022 greifen wird.

 

Kern der Beschlusses ist: Unsere Gemeinden rücken enger zusammen und organisieren mehr gemeinsam. Das Pastorale Team mit Pfarrern, Diakonen, Pastoral- und Gemeindereferenten/-innen ist künftig gemeinsam für alle Gemeinden da.

 

Was ändert sich für Sie als Mitglieder unserer Gemeinden? Was wird konkret anders?

 

Sie werden - wie schon von den Gottesdiensten gewohnt – den verschiedenen Esslinger Seelsorgerinnen und Seelsorgern in Ihrer Gemeinde begegnen. Es gibt für keine Gemeinde mehr eigene, exklusive Seelsorger/-innen als Ansprechpersonen. Wir sind natürlich weiter für Sie da: Wenn Sie ein Anliegen (egal was!) haben, wenden Sie sich an die Pfarramtssekretärin in Ihrer Gemeinde oder direkt an Pfarrer Möhler oder ein anderes Mitglied des Seelsorgerteams, das Sie kennen. Das Seelsorgerteam wird dann schnell klären, wer sich Ihres Anliegens annimmt und gerne für Sie da ist. Bitte: bleiben Sie mit uns in Kontakt – nehmen Sie mit uns Kontakt auf!

 

Alle Kirchengemeinderäte unserer Gemeinden arbeiten eng mit Pfarrer Möhler zusammen. Die Kirchengemeinderäte vertreten weiterhin die Anliegen der Gemeinde vor Ort – zögern Sie nicht, auf Ihre Räte mit Anliegen und Kritik, bitte auch mit Lob und Wertschätzung zuzugehen. Gleichzeitig suchen wir gemeinsam nach Möglichkeiten, uns untereinander besser zu vernetzen und gegenseitig zu unterstützen. Auch die Sekretärinnen, Mesner und Hausmeister arbeiten gemeindeübergreifend mehr als bisher in Teams zusammen.

 

Auch in der Begleitung der ehrenamtlich engagierten Gemeindemitglieder setzen wir mehr als bisher auf gemeinsame Lösungen. Für sie bleibt ihre Pfarramtssekretärin erste Anlaufstelle für alles Organisatorische. Für die pastorale Unterstützung durch die Seelsorger/-innen achten wir in engem Kontakt zwischen Kirchengemeinderat, Pastoralteam und Ehrenamtlichen darauf, wie unser Seelsorgerteam weiterhin so gut wie möglich unterstützen und präsent sein kann.

 

Für die Vorbereitung auf Erstkommunion und Firmung gibt es gemeinsame Ansprechpersonen für alle Gemeinden: Bei der Erstkommunion ist das Gemeindereferentin Serafina Kuhn, bei der Firmung Pfarrer Stefan Möhler.

 

Zum engeren Zusammenrücken gehört, dass wir mehr voneinander erfahren und uns gegenseitig besser informieren. Deshalb wird es ab 2022 einen gemeinsamen Gemeindebrief für alle Esslinger Gemeinden geben. Hier finden Sie künftig nicht nur den bekannten gemeinsamen Gottesdienstplan, sondern auch Einblicke in das vielfältige Leben der Esslinger Gemeinden. Sie werden schnell sehen: Es gibt nicht nur ein „Weniger“, sondern nach wie vor ein sehr vielfältiges buntes Leben in der Katholischen Kirche Esslingen.

 

Ganz vieles bleibt auch unverändert: Gottesdienste und Kasualien wie Taufe, Trauung, Krankensalbung und Beerdigung bieten wir in vertrauter Weise an und sorgen mit dem neuen Konzept dafür, dass die Seelsorgerinnen und Seelsorger sich weiterhin die nötige Zeit dafür nehmen können. Auch die Sorge für Menschen in Not (Diakonie) durch Diakon Thomas Kubetschek sowie die Begleitung unserer Kindergärten (z.Z. wegen Elternzeit von Catharina Buck kommissarisch durch die Sozialarbeiterin Kathrin Novak) führen wir wie bisher weiter. Ein sogar verstärktes Engagement erfährt die Citypastoral und die Einführung des neuen Hauses der Katholischen Kirche durch Pastoralreferent Raphael Maier, der dafür ein zusätzliches Arbeitsdeputat von unserem Dekanat erhalten hat.

 

Ich habe an Sie eine große Bitte: Die Arbeit mit neuem Konzept und in neuen Organisationsformen bedeutet für uns alle trotz sorgfältiger Vorbereitung ein Ausprobieren. Vieles wird im neuen Jahr nicht sofort rundlaufen. Wenn Sie dies wahrnehmen und Ihr Anliegen nicht so behandelt wird, wie Sie es sich wünschen, bitte ich Sie herzlich um Nachsicht, aber auch um direkte Kritik: Sagen Sie es uns – was wir nicht wissen, können wir nicht besser machen.

 

Sagen Sie es uns, den Seelsorgerinnen und Seelsorgern, den Sekretärinnen, den Kirchengemeinderäten. Unser neues Konzept ist nicht festzementiert. Es ist (auch) ein Experiment. Wir werden manches in den nächsten Monaten und Jahren korrigieren und nachbessern müssen. Helfen Sie uns dabei – durch Ihre konstruktive Kritik und Ihre wohlwollende Geduld.

 

Pfarrer Stefan Möhler


Christliche Kirchen rücken enger zusammen Zuwachs für die ACK Esslingen

 

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Esslingen durfte sich bei ihrer letzten Delegiertenversammlung im Oktober über ein neues Gastmitglied freuen: Die Neuapostolische Kirche hatte die Aufnahme beantragt, gerne hatten die Mitglieder der ACK nach einem gegenseitigen Kennenlernen dem stattgegeben.

 

So gehört nun neben der Evangelischen Kirche mit dem CVJM, der Katholischen Kirche, der Evangelisch- methodistischen Kirche, der Evangelisch- Freikirchlichen Gemeinde (Begegnungskirche) und der Griechisch- Orthodoxen Kirche auch die Neuapostolische Kirche zur ACK Esslingen und ist mit zwei Delegierten in der Versammlung vertreten. Die Neuapostolische Kirche hat in Esslingen 720 Mitglieder, die sich in vier Gemeinden versammeln und durch 46 ehrenamtliche Amtsträger seelsorglich und diakonisch betreut werden.

 

In der ACK treffen sich die christlichen Kirchen und Gemeinschaften Esslingens zur gegenseitigen Information und Vernetzung und zum Austausch über theologische und gesellschaftliche Fragestellungen. Sie gestaltet ökumenische Veranstaltungen und pflegt den Interreligiösen Dialog mit Juden und Muslimen. Nächste große Projekte sind der Ökumenische Neujahrsempfang am 3. Februar 2022 sowie der Ökumenische Pfingstgottesdienst aller Esslinger Kirchen am Pfingstsonntag, 5. Juni – fünf Jahre, nachdem die Esslinger Kirchen im Reformationsjahr 2017 erstmals mit einem begeisternden Glaubensfest gemeinsam das Pfingstfest begangen hatten.

 

Pfr. Stefan Möhler


 

Roxy und Gani sind auf dem Katholikentag mit dabei

 

Die beiden Maskottchen werben für den Katholikentag im Mai 2022 in Stuttgart. Das Leitwort des Katholikentags „leben teilen“ passt perfekt zu den Tieren der Martinsgeschichte, so Bischof Fürst. Denn beide Figuren stehen für das Pferd St. Martins und die Gans, die ihn durch ihr Schnattern verriet, als er sich im Stall versteckte um nicht als Bischof eingesetzt zu werden. Für das Großereignis verteilen sie Flyer und sind im Vorfeld bei verschiedenen Aktionen mit dabei. Auch während des Katholikentags treten Roxy und Gani auf, so ist beispielsweise eine Pilgerwanderung mit ihnen geplant. Zudem gibt es mit ihnen spannenden Online-Abenteuer zu erleben: Ab sofort stehen die nächsten Abenteuer unter www.wir-sind-da.online/lebenteilenabenteuer1 bereit.

 

Foto: Kath. Stadtdekanat Stuttgart


Fachkräfte für die Kinderbetreuung gesucht

 

Ganz besonders Familien möchten wir 2022 nach Stuttgart einladen. So sagen wir ihnen schon heute zu, dass wir uns um ihre Kinder kümmern werden, damit auch sie ihren Interessen nachgehen und das Leben auf dem Katholikentag teilen können.

 

Damit Eltern und Großeltern am Katholikentag ohne Bedenken Podien oder Workshops – die weniger für kleine Kinder geeignet sind – besuchen können, bieten wir ein Unterstützungsangebot an mehreren Standorten in Stuttgart an.

 

Als Gastgeber ist es uns nämlich wichtig, auch 2022 mit diesem dreitägigen, kostenfreien Angebot der Kinderbetreuung ein Zeichen der Familienfreundlichkeit zu setzen. Damit die Kinder bestmöglich betreut werden, benötigt es auch geschultes Fachpersonal, das sich vorstellen kann, eine Schicht am Katholikentag zu übernehmen. Sollten Sie jemanden kennen oder selbst Lust haben, zusammen mit anderen für ein paar Stunden eine kleine Gruppe von Kindern im Alter von drei bis neun Jahren zu betreuen, melden Sie sich. Nähere Informationen unter E-mail: katholikentag@drs.de, oder Telefon: 0711 - 67-4471-550.


Gelungener Workshop-Tag, ökumenischer Kirchenchor Esslingen-Zell am 04.09.2021

 

„Jetzt geht´s los“: Um 9.15 Uhr Begrüßung der drei motivierten Dozentinnen/ Dozent an drei verschiedenen Orten, war spannend und kurzweilig zugleich. Die Gruppe der Alt Stimmlage (die tiefere Frauenstimme) trafen sich im evangelischen Gemeindesaal in der Kirchstraße in Zell. Bei der Einführung ins Trommeln auf der Djembe, mit Andy Schweigel. SCHLAGartiges Gelächter und viel Spaß hatte ich in meiner Runde.

 

Parallel machten die Sopran Stimmen (höchste Frauenstimme) im katholischen Gemeindesaal Hangelstein in Zell ein Atem- und Stimmtraining mit Isolde Holzmann. Bei unserer Chorleiterin merkte ich, wie bei mir die Last des Alltags verfliegt und der Körper entspannt. Jetzt verstehe ich auch, dass das Singen das Immunsystem und somit die Gesundheit fördert.

 

Bei den Männerstimmen in der evangelischen Kirche war die Chorliteratur dran, die Zusammenhänge der Töne zum Text, Kanons, Singen und der Rhythmus. Ich, als absolutes Greenhorn in der Musik, war verblüfft über die Leichtigkeit des Swings, nach einfacher Erklärung von Christa Schmetzer aus Maulbronn. So wechselte die Singschar nacheinander die Örtlichkeiten, zu Fuß oder mit dem Auto. Über die drei parallel laufenden Workshops waren die Hygienemaßnahmen prima umgesetzt. Zutritt nur für Geimpfte, Genesene oder Getestete.

 

Super genial, dass auch viele neue Gesichter mit dabei waren, und selbstverständlich freuen wir uns auf Alle, die Dienstags 19:30 Uhr kommen – mit viel Platz in der katholische Kirche im Hangelstein, zum Singen und Spaß‚ haben.

 

Das Mittagessen mit leckeren Maultaschen genossen wir bei herrlichem Wetter im Pfarrgarten der kath. Kirche.

 

Am Nachmittag „Das große gemeinsame Singen“ in der kath. Kirche. Für mich war es ein schönes Gänsehautgefühl. „Dass Erde und Himmel dir blühen“, „Heaven is a wonderful place“, „Gaudeamus hodie“, … Am Anfang denkt man „oh das bekomme ich nie hin“, doch dann helfen die Gemeinschaft, die wunderbaren Dozentinnen und natürlich das Timing von Gott!

 

J. Blum; Foto: J. Steuer

 

„Neue Öffnungsstrategie des Landes und der Diözese“

 

So lautet ein etwas sperriger Titel, der darauf hinweist, wie wir unser Gemeinde- leben ab Mitte Juni wieder gestalten dürfen. Hier in aller Kürze ein Überblick (Stand 11. Juni 2021).

 

Generell:

 

Es gelten die Inzidenzzahlen eines Landkreises und die dann dafür erlassenen Verordnungen bzw. die Verordnungen des Bischöflichen Ordinariats. Im Moment gibt es keine besondere Verordnung für Genesene, Geimpfte oder Getestete. Für sie gelten dieselben Hygieneschutzmaßnahmen. Jedoch gilt ab nun, dass zu den meisten Veranstaltungen - Glaubenskurse, Chorproben etc. – entweder tagesaktuelle negative Testungen, Impf- oder Genesenennach- weise vonnöten sind.

 

Gottesdienste:

 

Nach wie vor ist das Tragen von Mund-Nasenschutz, das Einhalten der Abstandsregeln und die Erfassung der Anwesenden verpflichtend. Um einen rascheren Zugang zu den Gottesdiensten zu gewährleisten und um unsere Ordner*innen bei der Datenerhebung zu entlasten, bitten wir um Anmeldung im jeweiligen Pfarrbüro.

Der Gemeindegesang ist mit Masken innerhalb und außerhalb der Kirche erlaubt. Bitte bringen Sie dafür ihr eigenes Gotteslob mit. Auch Chorgesang und die dazugehörenden Proben sind wieder möglich. Jedoch geschieht dies unter strengen Auflagen. Bitte informieren Sie sich darüber bei Ihren Chorleitungen.

 

Aktivitäten in unseren Gemeindehäusern

 

Nicht erlaubt bleibt jegliche Vermietung an Privatpersonen oder Gruppen, Vereine und Institutionen zum Feiern. Auch für Krabbelgruppen, Seniorennachmittage, Kegel- und Gymnastikgruppen bleiben unsere Gemeindehäuser nach wie vor geschlossen. Erlaubt sind alle Sitzungen unserer Gremien, Treffen für Kinder- gottesdienste oder Katechesen, therapeutische Aktivitäten unserer Kindergärten, Veranstaltungen zum Zweck der Verkündigung oder der Pastoral. Unsere Jugendarbeit, die betrifft bei uns i.d.R. Minis und Pfadis, kann ebenfalls unter bestimmten Voraussetzungen stattfinden. Allerdings besteht bei den meisten Aktivitäten die Verpflichtung, für die Teilnehmer*innen einen tagesaktuellen nega- tiven Test oder einen Impf- oder Genesenennachweis vorzulegen.

Ebenso erlaubt ist die Vermietung unserer Räume an kirchliche Institutionen wie das Bildungswerk oder kommunale Vereine oder Gremien zur Beratung und ohne Bewirtung. Außerdem dürfen wir die Räume Institutionen für den Unterricht von Musik-, Kunst- und Jugendkunstschulen überlassen, sofern kein Eigenbedarf besteht. Auch Kunst- und Kulturveranstaltungen sind uns wieder erlaubt.

Falls Sie sich unsicher sind, ob Ihr Wunsch nach Räumen bei uns erlaubt ist oder nicht, informieren Sie sich darüber bitte bei Ihrem Pfarrbüro.

Uwe Schindera, Kath. Gesamtkirchengemeinde Esslingen

 

 

 


Am Samstag, 09. Oktober trafen sich die Mitglieder des Gesamtkirchengemeinderats zu einer ganztägigen Klausur im Salemer Pfleghof. Grund war die bevorstehend Neuausrichtung der Pastoralen Arbeit in unserer Stadt.

 

„Wir müssen enger zusammenrücken!“ - Klausur des Gesamtkirchengemeinderats

 

Aufgrund der derzeitig gültigen diözesanen Personalplanung verringern sich die Stellen für Hauptberufliche auf dann sechs Vollzeitstellen und eine 25%ige Profilstelle.

 

Die Klausur wurde von Frau Simone Jäger, Dekanatsreferentin in Esslingen, moderiert. Anhand eines Entwurfs erarbeiteten die Gemeinderät*innen mehrere Pastorale Bereiche, die sie künftig für sehr wichtig erachten. So soll die Begleitung von Ehrenamtlichen in den Gemeinden verbessert, ein gemeinsames Kirchenblatt entstehen und die Abstimmungen zwischen den einzelnen Kirchengemeinden verstärkt werden. Die Funktion des „Seelsorgers vor Ort“ als Ansprechperson in der Gemeinde entfällt künftig. Stattdessen werden die Pfarrbüros zunehmend zu Erstinformationsstellen ausgebaut. Im Stellenumfang eines jeden Hauptberuflichen sind kleinere Deputate freigehalten für besondere Projekte in den Einzelgemeinden. Klar ist auch, dass die seelsorgerlichen Belange der Gläubigen nicht zu kurz kommen dürfen neben den Gottesdiensten. Allerdings müssen die Absprachen zwischen den leitenden und handelnden Personen enger werden, Informationen besser fließen und die anderen pastoralen Felder wie Katechese, Gottesdienste, Beerdigungen, caritative Hilfen und die Kindergärten dürfen nicht darunter leiden. Unumgänglich wird dabei auch der Blick auf die eigenen Möglichkeiten der Einzelgemeinden für die Pastoral vor Ort sein. Die Herausforderung dabei besteht in der Kunst zu unterscheiden zwischen dem, was der eigenen Gemeinde wichtig ist und dem, was künftig nicht mehr getan werden kann. Einigkeit herrschte im Zusammenrücken von allen. „Man wird enger zusammenrücken müssen“, zog in einem Gespräch ein Kirchengemeinderat sein Fazit. Und das klang keineswegs resigniert!

 

Angegangen wird zudem die Einrichtung einer halben Stelle für einen leitenden Hausmeister. Er soll nicht nur die Einsätze der Hausmeister*innen koordinieren, sondern auch die Kirchengemeinden in Baufragen unterstützen. Zudem rückt auch das „Haus der katholischen Kirche“ in Esslingen mehr ins Blickfeld. Denn von dort aus sollen Erstinformationen und niederschwellige Angebote der City- Pastoral organisiert werden. 19

 

Parallel dazu beschäftigen sich die Mitglieder der Gremien mit einem Immobilienkonzept. Denn auch das spielt künftig in der pastoralen Arbeit eine Rolle. Dies betrifft nun auch St. Michael in Sirnau. Der personelle Aufwand, die Resonanz auf Angebote in Sirnau durch die Albertusgemeinde und vor allem der enorme Sanierungs- und Renovierungsbedarf des Gebäudes stehen in einem Missverhältnis. Darum beschloss der Kirchengemeinderat von St. Albertus, die Immobilie St. Michael in Sirnau zu veräußern. Da dies nur bei einer kirchlichen Nachnutzung möglich ist, kommen zunächst als potentielle Interessent*innen christliche Gemeinschaften in Frage. Diese wachsen im Augenblick sehr stark und sind auf der Suche nach Gebäuden für ihre Gottesdienste und Zusammenkünfte.

 

So laufen also mehrere Prozesse nebeneinander. Sie betreffen uns aber alle! So bitte ich Sie um Ihr Gebet, dass wir sie gut zu Ende bringen und darin mehr Chancen sehen als Verluste.

 

PR Uwe Schindera; Klausur des Gesamtkirchengemeinderats. Foto S. Möhler


Die Tagespflege Oberesslingen - ein lebendiger Ort!

 

Die Tagespflege ist ein Betreuungs- und Pflegeangebot für Menschen, die sich nicht mehr vollständig selbst versorgen können. Gleichzeitig wollen wir pflegenden Angehörigen mit unserem Angebot Entlastung anbieten, um neue Kraft für die Pflege zu Hause schöpfen zu können.

 

Seit Oktober 2017 werden in der Tagespflege bis zu 12 Senior*innen tagsüber von Montag bis Freitag in einer kleinen Gruppe betreut. Feste Tagesstrukturen bieten Sicherheit auch für an Demenz erkrankte Menschen. Sie finden bei uns ein ganztägiges Angebot mit einem vielfältigen Programm, wie z.B. Gymnastikrunden, Spaziergänge, Singen, Gedächtnistraining, Backen, Gesellschaftsspiele.

 

Ein eigener kostengünstiger Fahrdienst holt die Gäste bei Bedarf morgens von zu Hause ab und bringt sie nachmittags wieder zurück. Ganz nach Wunsch und Bedarf kann das Angebot der Tagespflege nur an einem, an mehreren Tagen oder die ganze Woche genutzt werden.

 

Das Angebot kann über die Pflegeversicherung finanziert werden, gerne beraten wir Sie dazu.

 

Interessenten für die Tagespflege Oberesslingen wenden sich bitte an die Leiterin des Hauses, Frau Ludmilla Keilmann. Tel: 0711- 35172-5113 oder Email: ludmilla.keilmann@pflegeheime-esslingen.de

 

Sylvia Danker, Sozialdienst


Nein der Kirchenleitung zur Segnung homosexueller Paare – Stellungnahme der Katholischen Kirche Esslingen 

Als die Glaubenskongregation in Rom vor einigen Tagen ihr Nein zur Segnung homosexueller Paare öffentlich machte, war das für viele Gläubige und Betroffene in Deutschland ein echter Schlag. Wird so das Thema Segnung damit ad acta gelegt? Damit wollen sich viele Gläubige nicht abfinden. Die katholischen Jugendverbände (BDKJ) in Baden-Württemberg rufen gezielt zu Protest gegen das päpstliche Schreiben unter dem Titel #LoveIsNoSin auf. Dazu sollen verschiedenen Aktionen dienen: Regenbogenfahnen sollen an den Kirchen aufgehängt oder mit Kreide bunte Regenbögen auf dem Vorplatz entstehen. Ein Zeichen für Vielfalt und Gottes Blick auf seine Söhne und Töchter.

Auch die gewählten Leitungsgremien (Diözesan- und Priesterrat) der Diözese Rottenburg-Stuttgart verweisen darauf, dass die „Verweigerung eines Segens dem kirchlichen Auftrag widerspricht, gelebte Liebe unter allen Menschen zu fördern.“
Kreidezeichnung vor der Kirchentür von St. Josef

Die Gesamtkirchengemeinde Esslingen unterstützt diese Aktion und stellt sich mit ihren Gremien hinter diese Forderung, wohl wissend, dass nicht alle Gläubigen diesen Weg mittragen können und wollen. Durch die Aktionen wollen wir deshalb das Gespräch mit allen Beteiligten und Gremien suchen und anregen. Wir werben dafür, dass auch in festen Grundmauern unserer christlichen Tradition sich Glaube entwickeln darf und Vielfalt entstehen kann. Wenn Kirche wachsen soll, muss sie offen für andere Meinungen sein und sich damit auseinandersetzen. Ein einfaches Nein ist keine Lösung. Liebe kann Grenzen überwinden und so darf die Diskussion über das Thema Segnung gerade wegen des Neins aus Rom noch nicht zu Ende sein.


Schaut hin! Neues beginnt, seht ihr es nicht?

 

Und wieder ein Diskussionsprozess. Tagungen, Arbeitsgruppen, Positionspapiere. Synodaler Weg in unserer Deutschen Katholischen Kirche. Es sind immer noch die alten Themen: Diskussionen um Zugänge zu den kirchlichen Ämtern, um Sexualmoral, um Macht und Entscheidung in der Kirche. Kann und darf, ja muss etwas verändert werden, weil es längst nicht mehr trägt? Oder verraten wir damit unsere Tradition und katholische Identität? Gibt es überhaupt irgendein Mittel gegen Missstände wie Wegschauen, Totschweigen, Vertuschen?

 

Kurz gesagt: Ist da noch Erneuerung möglich? Kann mit dem Synodalen Weg wirklich etwas Neues beginnen, das Evangelium mit neuer, lebendiger Kraft unter uns verkündet und gelebt werden? Oder ist unsere Kirche längst viel zu erstarrt, abgestorben, und damit der Synodale Weg vergebliche Liebesmüh?

 

Eine Synodalin berichtet: Die Gespräche haben eine neue Qualität. Diskussionen auf Augenhöhe sind möglich, gleich ob Bischof oder Gemeindemitglied, Mann oder Frau. Ideen keimen auf und finden überraschende Zustimmung. Grund zur Hoffnung oder Strohfeuer, das verpuffen muss?

 

Unser Osterglaube sagt jedenfalls: Das Neue beginnt ganz klein. Die Botschaft von der Auferstehung kam nicht mit Donnerschlag. Unscheinbar, kaum zu glauben, verletzlich keimte sie wie ein zartes Pflänzchen in der Wüste der Hoffnungslosigkeit. Und das Reich Gottes beginnt klein wie ein Senfkorn.

 

Um das Kleine sehen zu können, heißt es, genau hinzuschauen. Dazu muss man stehenbleiben, innehalten, genau hinsehen. Vielleicht sogar: Sich hinunterbücken, sich selbst klein machen, auf Augenhöhe gehen mit dem Unscheinbaren. Und es braucht Geduld, damit das Neue wachsen, sich entfalten, seine Gestalt ausbilden kann.

 

Ja, die Geduld hat Grenzen. Irgendwann mag man nicht mehr warten, dass das Neue endlich aufkeimt, wächst und – vor allem – wirkt! Aber: So beginnt Gott mit der Erneuerung, der Erneuerung seiner Kirche und der Erneuerung deines Lebens. Schaut hin!

 

Stefan Möhler, Pfarrer


Unser Seelsorgeteam in der Katholischen Kirche Esslingen ab 2022

 

Viele Zahlen in unserer Kirche gehen zurück, nicht zuletzt auch der Nachwuchs beim pastoralen Personal! Immer weniger junge Menschen wählen den Beruf des Pastoral- oder Gemeindereferenten/-innen, bei Priester und Diakonen ist das schon lange so. Deshalb hat die Diözese Rottenburg- Stuttgart einen neuen Personalplan aufgelegt. Für unsere Kirchengemeinden in Esslingen bedeutet dieser einen erheblichen Einschnitt: Konnten wir bisher 10 pastorale Mitarbeiter/-innen in den Gemeinden einsetzen, werden es ab 2022 nur noch 6,5 Stellen sein. Bei einer Reduzierung in solchem Umfang genügt es nicht mehr, überall ein wenig zu kürzen oder mehr Arbeit auf die verbleibenden Schultern zu packen. Die pastorale Arbeit muss neu organisiert werden. Dieser Aufgabe stellen sich unsere Kirchengemeinderäte und der Gesamtkirchengemeinderat mit dem pastoralen Team um Pfarrer Stefan Möhler in den nächsten Monaten. Das Ziel ist, keine Mangelverwaltung zu betreiben, sondern das Konzept mit pastoralen Schwerpunkten zu versehen, die aufgreifen, was in pastoralen Prozessen hier in Esslingen seit 2012 erarbeitet wurde. Aktuelle pastoraltheologische Erkenntnisse stützen diese Vorgehensweise:

 

• Die Mitfeier der Sonntagsmesse nimmt ab, doch der Bedarf an Liturgie und Zuspruch in bestimmten Situationen nimmt zu! 

 

• Die Familien sind nicht mehr Lernorte des Glaubens. Die Vorbereitung auf Erstkommunion und Firmung können nicht mehr darauf aufbauen. Die Kirche ist als Dienstleister gefragt, der vermitteln soll, was Eltern nicht mehr vermögen.

 

• Für ca. 90% der Katholiken ist die Kirche Dienstleister für bestimmte, religiös wichtige Situationen wie Taufe, Segnungen zum Schuleintritt, Hochzeit, Beerdigung, Trauerbegleitung. Ein gutes Gelingen solcher Momente wird immer wichtiger für die Kirchenzugehörigkeit.

 

• Die örtliche Kirchengemeinde als „erweiterte Familie“ mit Gemeinschaftselementen wird kaum mehr nachgefragt.

 

• Wichtiger wird die Wahrnehmung der Kirche in Stadt und Stadtteil und eine gute Öffentlichkeitsarbeit.

 

• Die Vernetzung der Stadtteilgemeinden und das Verständnis als eine „Katholische Kirche Esslingen“ wird wichtiger.

 

• Das kirchliche Engagement in Kindertagesstätten, Krankenhaus, Hospiz, Vinzenztreff, Hilfe in Not, Caritas wird als wichtiger kirchlicher Dienst wahrgenommen.

 

Schwerpunkte für die künftige Arbeit unseres pastoralen Teams könnten demzufolge sein:

 

• Es gibt weniger Gottesdienste zur gleichen Zeit – dies ist durch unsere neue Gottesdienstordnung seit 2019 bereits eingeleitet worden.

 

• Für religiös wichtige Situationen soll genügend Zeit sein, damit sie persönlich gestaltet werden können!

 

• Es gibt nicht mehr für jede Gemeinde den/die „Seelsorger/-in vor Ort“, der/die für alles zuständig ist, sondern die pastoralen Mitarbeiter/-innen kommen für ihre einzelnen Aufgaben in die Gemeinden.

 

• Leitung und Mitarbeiterführung werden gebündelt, die Pfarrbüros arbeiten eng zusammen, so wird das pastorale Team von Verwaltungsaufgaben in den Kirchengemeinden entlastet.

 

• Das „Haus der Katholischen Kirche“ in der Innenstadt (das ehemalige EZ- Haus) wird als starker Ort eingerichtet für Menschen, die sich nicht in den Kirchengemeinden angesprochen fühlen.

 

• Es gibt ein gemeinsames Auftreten der Katholischen Kirche Esslingen in Politik, Ökumene, interreligiösem Dialog und gemeinsamer Öffentlichkeitsarbeit.

 

• Die Diakonische Arbeit für und mit Hilfesuchenden bildet einen Schwerpunkt.

 

• Die Pastorale Begleitung der Teams in unseren Kindertagesstätten wird sichergestellt.

 

Wie kann die Zukunft aussehen? Unser Wunsch ist, die neue Situation soll allen Kirchengemeinden möglichst gerecht werden und für die Seelsorger/-innen leistbar bleiben. Wir laden Sie alle herzlich ein, sich an der Entwicklung der neuen Organisationsform zu beteiligen. Sprechen Sie dazu Ihre Kirchengemeinderäte oder die Mitglieder des Seelsorgeteams an! Alle, die in den Räten Verantwortung tragen, brauchen ihre Fragen, ihre Kritik oder auch die Zusage, auf dem richtigen Weg zu sein.

 

Pfarrer Stefan Möhler; Bild: Peter Weidemann, In: Pfarrbriefservice.de

 


 

Bericht aus dem Kirchengemeinderat

 

Am 15. November traf sich unser Kirchengemeinderat zu seiner letzten Sitzung in diesem Jahr. Der im Mai 2022 in Stuttgart stattfindende Katholikentag mit dem Thema: „Leben.Teilen“ soll auch in unserer Gemeinde vorbereitet werden. Dazu werden sich sowohl der Kirchengemeinderat als auch verschiedene Gruppierungen aus unserer Gemeinde Gedanken machen. In diesem Zusammenhang wurde auch darauf hingewiesen, dass hierfür noch zahlreiche Quartiere für die Besucher*innen gesucht werden. Zu ergreifende coronakonforme Maßnahmen für Gastgeber*innen und Gästen werden momentan vom Veranstalter, dem Zentralkomitee Deutscher Katholiken, erarbeitet.

 

Außerdem beschloss der Kirchengemeinderat, den Teilnehmer*innenbeitrag bei der Seniorengymnastik auf jetzt € 3,00 zu erhöhen. Informiert wurde das Gremium über den Termin der Feier der Heiligen Erstkommunion am Samstag, 21. Mai um 10:00 Uhr in unserer Gemeinde. Vorbereitet werden die acht Kinder von Gemeindereferentin Serafina Kuhn, Pfarrer Peter Marx ist der Zelebrant. Er wird mit ihr, den Kindern, ihren Familien und uns als Gemeinde die Kommunion feiern.

 

Außerdem findet die Spendung des Firmsakraments am Sonntag, 08. Mai in St. Paul statt. Ebenfalls wurde über die anstehende Ökumenische Bibelwoche informiert. Sie wird im Zeitraum zwischen Sonntag, 06. Februar bis Sonntag 20. Februar 2022 in unseren beiden Kirchengemeinden stattfinden.

 

Uwe Schindera, Seelsorger vor Ort


 

Kranke besuchen  - ein toller Dienst am Nächsten

Immer wieder hören wir von unseren

 

Klinikseelsorgerinnen, welche Freude der Besuch aus der Gemeinde bei Patient*innen auslöst. Doch leider lassen sich immer weniger Menschen für diesen Dienst am Nächsten be- geistern. Schade eigentlich. Denn un- sere beiden Klinikseelsorger*innen begleiten sie bei diesem ehrenamt- lichen Engagement. Vielleicht ist das etwas für Sie? Dann melden Sie sich doch einmal ganz unverbindlich zu einem ersten Informationsgespräch bei mir. 

 

Unsere kranken Gemeindemitglieder im Klinikum Esslingen, unsere beiden Klinikseelsorger*innen, Susanne Hepp­Kottmann, Catharina Buck und ich freuen uns auf Sie.

Uwe Schindera, Seelsorger vor Ort

 


 

Kinder, Jugendliche und Familien
sind aufgrund der Schulschließungen
und veranstaltungsfreien Zeit während
der Corona Pandemie besonders
herausgefordert, ihren Alltag neu zu gestalten. Der Bund der Deutschen Katho- lischen Jugend (BDKJ) Rottenburg-Stuttgart will für diese Menschen da sein:

Mit der Online-Plattform: www.wir-sind.da.online

Desweiteren der Hinweis auf die Dropbox unserer ehemaligen Kollegin, Gemeindereferentin Claudia Ebert. Auch sie bietet Vieles für Kinder an: Spiele, Bastelideen, Geschichten und Gebet. Und das Schöne daran: Es wird alle 3 Tage ergänzt. Hier ein QR-Code zum scannen sowie die Internetadresse:

https://www.dropbox.com/sh/22sr1gppqy8s84g/AAD_leCNqN-nPM7pzJyfy5NEa?dl=0


Als Pate/Patin Kindern Chancen schenken

„Mein Engagement bei Chancenschenker gibt mir die Möglichkeit, meine freie Zeit sinnvoll zu nutzen. Ich freue mich zu sehen, wie sich die Kinder positiv entwickeln,“ erzählt die Ehrenamtliche Frau Schröder (70), bei einem Feed- back-Gespräch.

Seit einem Jahr begleitet sie Familie M. und verbringt einmal die Woche ca. 2 Stunden mit Max (9) und Adrian (11). Die beiden Jungs sind die Ältesten von sechs Kindern. Mit ihrer Familie kamen sie vor ein paar Jahren von Rumänien nach Deutschland. Die Eltern wollten den Kindern hier ein besseres Leben er- möglichen. Der Vater spricht schon ein wenig Deutsch und hat eine Stelle in der Umgebung gefunden. Die junge Mutter übernimmt in der Familie die Für- sorgearbeit und ist mit der Betreuung der sechs Kinder sehr beschäftigt. Herr und Frau M. wollen ihre Kinder bestmöglich unterstützen, aber manchmal fehlt ihnen die Zeit, um jedem Kind die ungeteilte Aufmerksamkeit zu schenken, die es bräuchte. Frau Schröder steht der Familie daher als ehrenamtliche Patin zur Seite.

Die Patenschaft zwischen Frau Schröder und Familie M. wird begleitet durch das Projekt Chancenschenker bei der Caritas. Ziel des Projekts ist es, die Teil- habe von benachteiligten Kindern aus einkommensschwachen Familien im Landkreis Esslingen zu fördern. Zurzeit werden für einige Familien neue Pa- ten*innen gesucht. Die Paten/Patinnen sind wöchentlich etwa zwei Stunden mit dem Patenkind zusammen. Von der Caritas werden sie in regelmäßigen Austauschtreffen und durch Schulungen begleitet.

Wenn Sie sich für eine Patenschaft interessieren, melden Sie sich bei der hauptamtlichen Koordinatorin Inga Birkner

Kontakt: Mail birkner.i@caritas-fils-neckar-alb.de, Telefon (0711) 39 69 54 19 Warnung vor falschem


Vereinfachter Spendennachweis bei Spenden bis 200 €

Unsere katholischen Kirchengemeinden sind staatlich anerkannte Körper- schaften des öffentlichen Rechts. Wir freuen uns, dass viele von Ihnen die viel- fältigen Arbeitsfelder und die Einrichtungen der katholischen Kirche Esslingen durch Ihre Spenden tatkräftig unterstützen! Da uns immer wieder Nachfragen dazu erreichen, möchten wir Ihnen zum Spendennachweis folgenden Hinweis geben:

Bei Spenden bis zu 200 € ist ein sogenannter „Vereinfachter Spendennach- weis“ gegenüber dem Finanzamt möglich (nach § 50 Abs. 2 Nr. 2 EStDV). Es genügt hier deshalb, einen Bareinzahlungsbeleg oder eine Buchungsbestäti- gung der Bank als Nachweis beim Finanzamt vorzuhalten. Aus der Buchungs- bestätigung müssen Name und Kontonummer des Auftraggebers und des Empfängers, der Betrag und der Buchungstag ersichtlich sein. Außerdem muss der steuerbegünstigte Zweck für die Spende angegeben sein.

Wir möchten deshalb gerne im Sinn dieser staatlichen Regelung bei Überwei- sungsspenden bis zu einem Betrag von 200 € auf eine gesonderte Spenden- bescheinigung verzichten. Dies dient der Vereinfachung unserer Verwaltung und damit auch der Vermeidung von Verwaltungskosten – Geld, das dann für die eigentliche kirchliche Arbeit zur Verfügung steht. Wir hoffen, dass dies auch in Ihrem Sinne ist.

Wünschen Sie persönlich für Ihre Spende unter 200 € dennoch eine Spenden- bescheinigung, stellen wir diese weiterhin gerne aus. Bitte vermerken Sie dann beim Überweisungszweck „bitte Spendenbescheinigung“ oder melden Sie sich beim örtlichen Pfarrbüro.

Allen, die unsere Kirchengemeinden und Projekte durch ihre Spenden fördern, sa- gen wir für diese wichtige Unterstützung von Herzen „Danke“ und „Vergelt’s Gott!“ Uwe Schindera, Seelsorger vor Ort